GRÜNE BAESWEILER

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Schulen


Schulentwicklung Baesweiler
 
Verpasste Chancen in der Bildungspolitik
 
Baesweiler. – Im Rahmen der Stadtratssitzung am 16. Juni 2015 hat die CDU-Ratsmehrheit gegen die Stimmen von SPD, LINKE und GRÜNE beschlossen, die Realschule in Setterich weiter fortzusetzen. Verbunden ist dieser Beschluss damit, Schülerinnen und Schüler mit einer Hauptschulempfehlung zukünftig an der Realschule zu unterrichten. Hintergrund dieses Beschlusses ist, dass aufgrund der stark rückläufigen Anmeldezahlen an der Baesweiler Hauptschule kein 5. Schuljahr mehr gebildet werden kann und diese Schule ausläuft. Die GRÜNEN im Stadtrat haben sich massiv gegen diesen Beschluss gewandt und stattdessen die schrittweise Überführung der Realschule in eine zukunftsfähige Gesamtschule gefordert.
 
Aufgrund einer Änderung des NRW-Schulgesetzes wird Realschulen in Gemeinden, in denen es keine Hauptschule mehr gibt, nun die Möglichkeit gegeben, Schüler/innen mit Hauptschulempfehlung aufzunehmen und zu unterrichten. Im 5. und 6. Schuljahr erfolgt ein gemeinsamer Unterricht in allen Fächern, ab dem 7. Schuljahr in wenigen Fächern differenzierter Unterricht. Eine Gesamtschule dagegen bietet für alle Schüler/innen unterschiedlicher Schulempfehlung sowohl differenzierter Unterricht als auch alle Schulabschlüsse einschließlich Abitur an. Schüler/innen mit einem guten Abschluss nach der 10. Klasse und der Zulassung für die gymnasiale Oberstufe können an einer Gesamtschule dort bleiben und ihr Abitur ablegen, brauchen also nicht zu einer anderen Schule wechseln. Verbunden ist diese Schulform außerdem mit so genanntem Ganztagsbetrieb. Da derzeit etwa 60 Schüler/innen pro Anmeldejahrgang zu Gesamtschulen nach Alsdorf oder Übach auspendeln und darüber hinaus etwa die Hälfte jedes Abschlussjahrgangs an der Settericher Realschule die Zulassung für die gymnasiale Oberstufe erzielt, fehlt in Baesweiler eine Gesamtschule.
 
Ausgesprochen problematisch bei dieser Entwicklung ist zudem die Ankündigung der zuständigen Bezirksregierung Köln, einer Gesamtschule in Baesweiler die Genehmigung zu verweigern, was mit der Rücksichtnahme auf die vorhandene Gesamtschule in Übach-Palenberg begründet wird. Für die GRÜNEN ist diese Blockadehaltung der Bezirksregierung genauso unverständlich wie die Haltung der Baesweiler CDU, die sich noch nicht einmal die Mühe macht, sich für eine zukunftsweisende Schulform wie die Gesamtschule einzusetzen. Was bleibt, ist eine verpasste Chance, den Schulstandort Baesweiler nachhaltig zu stärken und allen Kindern in Baesweiler ein zukunftsfähiges Schulangebot zu bieten. Die GRÜNEN werden folglich die weitere Entwicklung kritisch begleiten. 
 

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Verpasste Chancen in der Bildungspolitik
 
Baesweiler. – Im Rahmen der Stadtratssitzung am 16. Juni 2015 hat die CDU-Ratsmehrheit gegen die Stimmen von SPD, LINKE und GRÜNE beschlossen, die Realschule in Setterich weiter fortzusetzen. Verbunden ist dieser Beschluss damit, Schülerinnen und Schüler mit einer Hauptschulempfehlung zukünftig an der Realschule zu unterrichten. Hintergrund dieses Beschlusses ist, dass aufgrund der stark rückläufigen Anmeldezahlen an der Baesweiler Hauptschule kein 5. Schuljahr mehr gebildet werden kann und diese Schule ausläuft. Die GRÜNEN im Stadtrat haben sich massiv gegen diesen Beschluss gewandt und stattdessen die schrittweise Überführung der Realschule in eine zukunftsfähige Gesamtschule gefordert.

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Stadtrat

Start in neue Ratsperiode
 
Drei Sitze für Bündnis 90/Die Grünen – eigenständiges Politikkonzept
 
Baesweiler. – Sieben Prozent haben die Baesweiler Grünen bei den Kommunalwahlen am 25. Mai 2014 erhalten und damit ihr Ergebnis von 2009 gehalten. Folglich ziehen erneut drei GRÜNE Ratsmitglieder in den Baesweiler Stadtrat ein. Rolf Beckers übernimmt erneut die Aufgabe des Fraktionsvorsitzenden, während Harold Seelig und Hans-Dieter Deserno zum ersten Mal in den Baesweiler Stadtrat gewählt wurden.
 
Die Grünen werden ihren bewährten Kurs fortsetzen und somit beharrlich und konsequent Inhalte und Themen in den Vordergrund stellen. Wie die letzten Jahre im Stadtrat deutlich gezeigt haben, nehmen die Grünen hiermit oft genug bei wichtigen Themen eine Vorreiterrolle ein, denen sowohl CDU als auch SPD und FDP nur schwer folgen können.

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