Die Grünen in Simmerath

Texte

Wanderung um das geplante Oberbecken des Pumpspeicherkraftwerkes in Simmerath


Regen, dichter Nebel und Temperaturen um 5 Grad konnten am Sonntag die Grünen nicht von einer Wanderung  in Simmerath abschrecken. Gemeinsam mit einigen Anwohnern informierten sich Grüne aus dem Südkreis – Organisatoren der Aktion – und aus Aachen über die Pläne zu einem Pumpspeicherwerk am Rursee. Mit dabei die Landtagskandidaten Werner Krickel, Reiner Priggen und Karin Schmitt-Promny. Sachkundige Auskunft gaben Klaus Stockschlaeder, Grünes Gemeinderatsmitglied in Simmerath sowie Nicole Kolster, Mitarbeiterin von Trianel. Trianel – die große Kooperation von Stadtwerken – plant am Rursee die Errichtung eines Pumpspeicherkraftwerkes und wirbt in den umliegenden Gemeinden und in der Bevölkerung für ein solches großes Bauprojekt. „Uns war wichtig, uns vor Ort ein Bild zu machen, sinnlich wahrzunehmen, wo das Oberbecken Michelshof in welcher Dimension angelegt werden soll. Zeitweise standen wir dabei ‚unter Wasser‘ “ so Karin Schmitt-Promny.

Ungewöhnlich war bei der Fahrt durch die Eifel nach Simmerath, dass man im dichten Nebel immer wieder kräftig bunte Blumen sehen konnte – eine Mischung aus Mai und November.

 


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Kommentare

Rettet den Rursee von Unbekannt am 27.10.2012 um 00:33 Uhr

Www.rettet-den-rursee.de

PSW von Unbekannt am 02.12.2012 um 02:15 Uhr

Für mich unfassbar!

Das da kein "Grüner" sich mal kritisch äußert!

Alle Parteibuch geführte und gesteuerte "Hobby-Politiker"

Kommentar zur Info-Wanderung von Grünen und Trianel am 07.04. von Unbekannt am 12.04.2013 um 22:08 Uhr

Kommentar zur Info-Wanderung, Sonntag, 07.04. von Grünen und Trianel zum geplanten PSW am Rursee.

Die Wanderung letzten Sonntag verlief zum Teil sehr emotional und unsachlich. Auf beiden Seiten. Bei den Gegnern des Projekts (zu denen ich auch gehöre) erklärt sich dieses Verhalten aus dem Gefühl der Ohnmacht, denn wenn im Juli der Regionalrat beschließen sollte, die knapp 90 ha Wälder und Wiesen am Buhlert in Industrieflächen umzuwidmen, ist sinnbildlich der erste Spatenstich getan. Bei den Befürwortern des Pumpspeicherkraftwerks hat mich neben der Unsachlichkeit auch deren Naivität bestürzt. Da fielen Aussagen wie: „Das bringt die Eifel nach vorn.“ „Das PSW sichert unsere Zukunft.“

Ob wir in Deutschland tatsächlich weitere PSW brauchen, um ein Überangebot an Strom aufzunehmen und diesen bei höherem Bedarf wieder abzugeben oder um eine gleichmäßigere Auslastung von Netz und Kraftwerken zu ermöglichen, sei dahin gestellt. Fakt ist, die Politiker, in diesem Fall die Grünen, wollen uns weismachen, dass das PSW am Rursee einen unerlässlichen Baustein der Energiewende darstellt. Dem Bürger wird so zweierlei suggeriert: Ist er gegen das Projekt, dann ist er auch gegen die Energiewende. Und ihm wird Angst eingeflößt, denn nur das PSW könne die fluktuierende Stromeinspeisung aus den erneuerbaren Energien regulieren und somit eine kontinuierliche, flächendeckende Stromversorgung gewährleisten. Politiker, Lobbyisten und andere Einflüsterer versuchen immer mit dem Mittel der Angsterzeugung Menschen zu manipulieren.

Wieso steigert Deutschland trotz der Abschaltung von acht Atomkraftwerken seinen Stromexport ins Ausland, wo uns doch Politiker und Atomlobby zuvor vor Versorgungsengpässen, gar einem Blackout, warnten?

Wieso wird uns von Seiten der Energiewirtschaft und der Politik glauben gemacht, dass der Energiebedarf in Deutschland weiterhin stetig steigen wird, obwohl bis 2050 die Bevölkerung hierzulande um 10 Mio. Einwohner geschrumpft sein wird?

Die 17 deutschen Atomkraftwerke sind in der Hand von nur vier Konzernen: E.ON, RWE, EnBW und Vattenfall. Vattenfall verlangt wegen des vorzeitigen Atomausstiegs von der Bundesregierung eine Entschädigung in Höhe von 3,5 Milliarden. RWE und E.ON fordern 15 Milliarden. Für die Konzerne und deren Aktionäre steht enorm viel Geld auf dem Spiel. Erst Recht für den deutschen Staat (wer ist das noch gleich?), der die Kernkraft von 1955 bis 2010 mit insgesamt 203,7 Milliarden Euro subventioniert hat und nun fürs Moratorium blechen darf. Gut gemacht! Jetzt hat die Stunde der kleineren Energieversorger geschlagen, denn die Energiewende ist ihre Chance. Trianel, als 1999 gegründetes Stadtwerke-Konsortium, ist sowohl Energiehändler als auch –erzeuger und erzielt damit von Jahr zu Jahr höhere Erträge. Die Stadtwerke, ehemals kommunale Versorgungsunternehmen für Gas, Strom und Wasser sind inzwischen hochgerüstete, profitorientierte Kapitalgesellschaften. Die wollen auch ihr Stück vom Kuchen. Klar, dass deren Interessenvertreter jetzt den Kontakt zu politischen Entscheidungs-trägern suchen, um das Beste für sich herauszuholen.

O-Ton Dr. Christoph Schöpfer von Trainel am 07.04. bei der Info-Wanderung: „Es gibt keine unabhängigen Gutachten. (…) Alles ist Lobbyismus. (…) Wirtschaftlichkeit steht immer im Vordergrund.“

Sollte das PSW am Rursee gebaut werden - geschätzte Kosten 700 Millionen Euro, geplante Bauzeit 6 Jahre – wäre es das viertgrößte in Deutschland. Das Oberbecken mit einem Fassungsvermögen von 7,6 Millionen m3 ließe sich mit überschüssiger Energie günstig füllen. Günstig deshalb, weil der Strom aus den benachbarten Kohlekraftwerken, die sich nachts nicht runterregeln lassen, fast zum Nulltarif zu haben ist und weil es für Großabnehmer obendrein Mengenrabatt gibt. Ist die Nachfrage irgendwann wieder hoch, spült das hinabstürzende Wasser mit 340 m3/sec dann als Öko-Strom getarnt Trianel einen satten Gewinn in die Tasche. Quasi eine Lizenz zum Gelddrucken. Firmen wie Trianel nennen das Stromveredelung. Schaut man genauer hin, wird klar, dass all das nichts mit Nachhaltigkeit, mit Umwelt- oder Energiebewusstsein zu tun hat. Der Stromverbraucher hat davon nichts und die Eifel auch nicht. Steuern zahlt Trianel, wenn überhaupt, woanders.

Und wer weiß, vielleicht kommt ja in puncto Finanzierung alles ganz anders und ein unvollendetes Pumpspeicherkraftwerk steht dann als Bauruine und Fanal für Misswirtschaft in der Landschaft. Siehe Nürburgring!

Misstrauen ist hier in jedem Fall angebracht!
Denn zu den veranschlagten Baukosten von rund 700 Millionen kommen noch die vielen Millionen an Subventionen, die bisher in Renaturierungs-maßnahmen und zahlreiche andere Projekte in der Region geflossen sind und damit an die Wand gefahren werden. Hinzu kommen auch die vielen Millionen, die nach Vollendung des Baus wieder ausgegeben werden müssen, für Reparaturmaßnahmen am beschädigten System Natur.

Ich bitte alle Unentschlossenen und Befürworter dieses Projekts wirklich noch einmal in sich zu gehen. Wäre es nicht fairer und sinnvoller ein kleineres PSW an anderer Stelle zu errichten? Auf einer Fläche, die bereits als Industriefläche deklariert ist? Und wäre es dann nicht auch sinnvoll über eine Kommunalisierung von Energieerzeugung und –versorgung mit Bürgerbeteiligung nachzudenken? Fakt ist, dass sich die Strompreisgestaltung für uns Endverbraucher kaum logisch nachvollziehen lässt. Zu viele Parameter spielen eine Rolle. Obwohl sich die Preise für die Erzeugung, den Transport und Vertrieb von Strom seit 1999 kaum geändert haben, zahlt der Verbraucher seit nunmehr 10 Jahren Jahr für Jahr etwa 6% mehr für den Strom. Wegen der gestiegenen EEG-, KWK-, §19-Umlagen, steigender Stromsteuer und nicht zuletzt größerer Gewinnmargen. Obwohl de facto 2012 die Stromnachfrage um 1,4% gesunken und die Stromerzeugung um 1,3% gestiegen, wird der Strom aus der Steckdose immer teurer. Auch der niedrige Börsenstrompreis hat keinen günstigen Einfluss auf die Verbraucherendpreise. Im Gegenteil. Wäre es gerade dann nicht ein Gebot der Fairness die Bürger als Teilhaber eines kommunalen Betriebs an den Verdienstmöglichkeiten zu beteiligen?

Ich würde mir wünschen, dass insbesondere die Herren Krischer und Stockschläger sowie Frau Herlitzius nach einmal gründlich über das Thema nachdenken.

SMALL IS SMART statt BIG IS BEAUTIFUL!

Besten Gruß aus Wolfgarten







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