Rot-Grüne Landesregierung wird Abfallwirtschaftsplan von Schwarz-Gelb zurücknehmen
GRÜNE hoffen nun doch noch auf Entscheidung des Kreis Heinsberg für Weisweiler
Im Koalitionsvertrag von SPD und GRÜNEN zur Bildung einer Landesregierung in NRW heißt es: „Der Abfallwirtschaftsplan Nordrhein-Westfalen wird aufgehoben und ein neuer ökologischer Abfallwirtschaftsplan erstellt. Für diesen gilt: Umsetzung der neuen EU- Abfallrahmenrichtlinie, restriktive Bedarfsprüfung, Abfallvermeidung und Wiederverwertung, „regionale Entsorgungsautarkie“ sowie verbindliche Zuweisung des Abfalls zu Entsorgungsanlagen.“
Die Grünen in der Städteregion Aachen und im Kreis Düren begrüßen diese Vereinbarung ganz besonders, weil damit die falsche Abfallpolitik der schwarz-gelben Landesregierung korrigiert wird, von der vor allem die Aachener Region besonders negativ betroffen gewesen.
Dr. Thomas Griese, stellv. Städteregionsrat der Grünen: „Dass die Rot-Grüne Landesregierung den erst kurz vor Ende der Legislaturperiode erlassenen Abfallwirtschaftsplan wieder aufheben wird, ist ein großer Erfolg für unsere Region. Durch die geplante Rückkehr zur verbindliche Zuweisung des Abfalls zu Entsorgungsanlagen, droht nun kein Preisdumping in der Abfallwirtschaft und damit auch kein unnötiger Mülltourismus. So besteht die Chance, dass die Gebührenzahler in der Städteregion Aachen und im Kreis Düren profitieren, weil die MVA Weisweiler mit Abfall aus der Region ausgelastet besser ausgelastet werden kann.“
Oliver Krischer, MdB und Kreisvorsitzender der Grünen in Düren: „Nun ist der Kreis Heinsberg gefordert, seine erst kürzlich getroffene Entscheidung, die Entsorgung seins Mülls auszuschreiben, rückgängig zu machen. Wir hoffen, dass die Kolleginnen und Kollegen aus dem Kreis Heinsberg das Signal des Koalitionsvertrages verstehen und von sich aus auch in Zukunft weiter ihren Müll nach Weisweiler liefern. Vielleicht ist das ja auch der Anlass für den Kreis Heinsberg, so wie für den Kreis Düren vor einigen Jahren, sich an den regionalen und kommunalen Entsorgungseinrichtungen ZEW und AWA zu beteiligen. Der Kreis Heinsberg ist dazu sehr herzlich eingeladen.“
Der Umweltschutzausschuss der Städteregion hat in seiner Sitzung am 20.12. einstimmig beschlossen, dem Antrag der schwarz-grünen Mehrheit zu folgen. Die Verwaltung wird beauftragt, die rechtlichen Möglichkeiten der betroffenen Städte auszuloten mit dem Hintergrund, das sog. Fracking (das Aufsuchen von Gasfeldern mit bestimmten, höchst umstrittenen Methoden) hier in der Region zu verhindern.
Anfang November reisten eine Delegation der Städteregion Aachen und eine Delegation des Roetgener Gemeinderates nach Kirchberg in Rheinland-Pfalz, um sich dort über Windkraftanlagen im Wald zu informieren. In NRW ist das Thema noch neu, andere Bundesländer verfügen schon über einige Erfahrungen damit, u.a. eben auch Rheinland-Pfalz.
Die Grünen wünschen den Beitritt der Städteregion zur Charta zur Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen. Gemeinsam mit dem Kooperationspartner CDU wurde ein Antrag in die Gremien eingebracht.
Einige Passagen des neuen ÖPNV-Gesetzes greifen massiv in die kommunale Selbstverwaltung ein und führen zu weiteren finanziellen Belastungen der kommunalen Aufgabenträger.
CDU, Grüne und SPD haben gemeinsam eine Resolution in den Städteregionstag eingebracht, mit der die Landesregierung aufgefordert werden soll, von diesen "Anpassungen" Abstand zu nehmen.
In Deutschland ist die UN-Behindertenrechtskonvention seit März 2009 in Kraft. Zentral ist dabei der Gedanke der Inklusion: Allen Bürgerinnen und Bürgern wird das Recht zugesprochen, selbst bestimmt an den politischen, wirtschaftlichen, kulturellen und sozialen Möglichkeiten einer Gesellschaft teilzuhaben, sie mit zu gestalten und mit zu bestimmen.
Elisabeth Paul (Grüne) wurde am 7. Juli vom Städte-regionstag zur neuen stellv. Städteregionsrätin gewählt. Sie tritt damit die Nachfolge von Dr. Thomas Griese an, der dieses Amt aufgrund seiner neuen Tätigkeit als Staatssekretär in Rheinland-Pfalz zurückgegeben hatte.
Die Mitgliederversammlung der Grünen in der Städteregion hat sich am 21.7.11 auch mit dem Thema Bundeswehrreform und mit den Verteidigungspolitischen Richtlinien befasst.