Die Grünen in Monschau
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42 Tonnen CO2 werden jetzt in der Eifel eingespart


Rund ein Dutzend Eifeler hatten sich gleich vor Ort für den Wechsel zu einem Ökostromanbieter entschieden. Darunter sogar ein Gewerbebetrieb, der seine 30000 Kilowattstunden Strom künftig aus grünen Energien bezieht. Es ist ein Anfang.

Die Atomkatastrophe in Japan hat ein Umdenken angestoßen. Ein Umdenken, das die Grünen der Region unmittelbar in Handlungen umsetzen wollten. Aber es waren nicht nur Grüne, die zum Stromwechselbrunch nach Konzen gekommen waren. „Von der Resonanz waren wir selbst überrascht“, sagt Monschaus Fraktionssprecher Werner Krickel.

Gut 60 Gäste waren gekommen, um sich über den Wechsel zu einem Ökostromanbieter zu informieren. Klaus Stockschlaeder, Ratsherr in Simmerath, betonte, dass die Energiekonzerne auf einen regenerativen Weg gebracht werden müssten. „Mit einem Anbieterwechsel kann man diesen Konzernen das nehmen, was ihnen scheinbar am wichtigsten ist; nämlich die ‚Kohle’ und die Kunden.“ In diesem Zusammenhang wies er auf entsprechende Vergleichs- und Tarifrechner im Internet hin, wo sich jeder Wechselwillige informieren kann.

Viele unbegründete Sorgen

Deutlich wurde beim Stromwechselbrunch, dass es noch Informationsdefizite gibt. „Viele fürchten, plötzlich – zum Beispiel, wenn der Anbieter pleite geht – ohne Strom da zu stehen“, sagt Krickel. Das könne aber nicht passieren, im Zweifelsfall würde der örtliche Netzbetreiber wieder den Strom liefern. Der sei, so Krickel, zu einer lückenlosen Stromversorgung verpflichtet. Außerdem sei dieser weiterhin für Stromzähler, die Ablesung und bei Störungen zuständig. Wie die drei Ortsverbände der Grünen betonten, muss Ökostrom nicht unbedingt teurer sein, als der Energiemix aus Kohle, Atomkraft und regenerativen Energien. Bundestagsabgeordneter Oliver Krischer sagte in diesem Zusammenhang, dass die Atomtechnologie unverantwortlich und die Energie teuer sei.

Gerhard Weiß, Energieberater der Verbraucherzentrale, erläuterte, dass die Wechselfreundigkeit regional sehr unterschiedlich sei. Er hob hervor, dass die Qualitätsunterschiede bei den Ökostromanbietern anhand von verschiedenen Labeln (siehe Infobox) ersichtlich sind. Der Energieberater vergaß nicht auf Einsparpotenziale bei vielen Elektrogeräten hinzuweisen: „Jede gesparte Kilowattstunde braucht man eben nicht zu erzeugen.“ (ho/smb)

Tipps für den Wechsel zum Ökostromanbieter

„Nicht überall, wo Ökostrom drauf steht, ist auch Ökostrom drin“, sagt Werner Krickel. Entscheidend sei die Frage, ob die Stromanbieter neue Wind-, Wasser-, Solar- oder Biomassekraftwerke bauen oder fördern. Das Label „Grüner Strom“ und das „ok-Power-Label“ seien Gütesiegel.

Auch bei Ökostrom müsse auf die Preisgestaltung geachtet werden. Tarife mit einem hohen Grundpreis und niedrigem Verbrauchspreis seien eher bei hohen Stromverbräuchen sinnvoll: „Wer wenig Strom braucht und in Zukunft Strom sparen will, sollte lieber zum Tarif mit niedrigem Grundpreis greifen.“

Manche Anbieter bieten günstige Preise an und verlangen eine Vorauszahlung. Hier besteht die Gefahr, dass bei einer Pleite des Anbieters das Geld weg ist.

Oft werden günstige Preise mit langen Laufzeiten verknüpft. Empfehlenswert sind Verträge ohne oder mit kurzen Mindestlaufzeiten.

Wenn ein Vertrag mit einem neuen Anbieter abgeschlossen wurde, kümmert sich dieser um die Abwicklung. Man muss also nicht selber beim alten Anbieter kündigen. Bei online abgeschlossenen Verträgen gilt ein 14-tägiges Widerrufsrecht.


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Hilfe beim Wechsel zum Ökostromanbieter

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(c) Werner Krickel - Managementberatung Monschau - 2009
letzte Änderung am 10/05/2012 Zugriffe gesamt: 115 - Heute: 2)