Die Grünen in Monschau
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Schienenverkehr in die Eifel bleibt ein Thema


(Eifeler Nachrichten, 05.05.2009)

Es ist schon Tradition, dass sich die Monschauer Grünen an jedem ersten Freitag im Monat zum gemütlichen Gedankenaustausch in der «Alten Molkerei» am Nationalparktor in Höfen treffen. Doch weil der erste Freitag in diesem Monat auf den Maifeiertag fiel, begann das Treffen diesmal mit einer Wanderung rund um Höfen.

Bei strahlendem Sonnenschein freute sich Fraktionssprecher und Bürgermeisterkandidat Werner Krickel besonders über die Teilnahme der Bundestagsabgeordneten Bettina Herlitzius und des Kandidaten für den Städteregionsrat, Thomas Griese.

Bei der Wanderung, die vorbei am Perlenbach-Stausee, über die Engelsley, das Heidgen und den Höfener Heckenweg zurück zum Nationalparktor führte, ergab sich dann auch die Gelegenheit, aktuelle politische Themen zu diskutieren.

Bettina Herlitzius konnte erfreut feststellen, dass der Eifelsteig bereits von vielen Wanderern angenommen wird. «Nun müssen die touristischen und gastronomischen Angebote entlang dieser wunderschönen Wanderroute noch optimiert werden, dann wird der Eifelsteig zu dem Erfolg, den sich die Initiatoren davon erhoffen», so die tourismuspolitische Sprecherin der Grünen Bundestagsfraktion.

Großes Lob zollte Thomas Griese dem «kleinen» Wasserzweckverband Perlenbach: «Nachdem ich schon 2005 die Wasserkraftanlage besichtigen konnte, ist es toll zu sehen, dass das Wasserwerk jetzt auch eine Photovoltaikanlage installiert hat.»

Gegen Umgehungsstraßen

Unterstützung fanden die Monschauer in ihrer ablehnenden Haltung gegenüber Umgehungsstraßen um Höfen, Imgenbroich und Konzen. Herlitzius, die als Koordinatorin für den Bundesverkehrswegeplan NRW «nah am Thema» ist, hält die noch nicht endgültig verworfenen Planungen für «kontraproduktiv».

«Man stelle sich vor, der Höfener Heckenweg oder die neuen Ravel-Radrouten müssten breiten Schnellstraßen weichen, das wäre das genaue Gegenteil von dem nachhaltigen Tourismus, mit dem die Eifelregion sich profilieren möchte.»

Apropos Vennbahn und Ravel-Route: Alle Teilnehmer waren sich einig, dass die Möglichkeit, langfristig die Vennbahnroute auch wieder für den Schienenverkehr nutzen zu können, durch die aktuellen Radweg-Planungen nicht endgültig verhindert wird.

«Die Strecke zwischen Monschau und Raeren war früher zweigleisig, so dass ein Nebeneinander von Rad- und Zugverkehr technisch ohne weiteres machbar wäre. Dies wird auch in allen bisherigen Planungen immer wieder betont», ist Werner Krickel sich sicher, dass das Thema Schienenverkehr für das Monschauer Land noch eine Zukunft hat.

«Es ist immer wieder ein besonderes Erlebnis für mich, hier in die Eifel zu kommen. Monschau, aber natürlich auch Simmerath und Roetgen sind für mich ganz wichtige Bausteine für die Zukunft der Städteregion. Ich freue mich schon sehr auf unsere zukünftige Zusammenarbeit im Städteregionstag.»

So lautete Fazit von Thomas Griese, nachdem die Wanderung beim Essen in der «Alten Molkerei» ihren Ausklang fand.


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letzte Änderung am 10/05/2012 Zugriffe gesamt: 389 - Heute: 2)