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Themencheck zur Kommunalpolitik in Würselen

Werden die finanziellen Belastungen 2015 noch größer?

AN 10.02.2015 Von Georg Pinzek


Würselen. Als Stärkungspakt-Kommune ist Würselen verpflichtet, den Haushalt zu konsolidieren. Welche Auswirkungen hat das auf die Kommunalpolitik, und kommen in 2015 auf die Bürger stärkere Belastungen zu? Georg Pinzek befragte die Fraktionsvorsitzenden im Rat dazu. Müssen Bürger und Vereine mit Blick auf die Stadtfinanzen mit stärkeren Belastungen rechnen? Welche Projekte sollten im Bereich der Stadtentwicklung Priorität haben? Wo sehen Sie Handlungsbedarf im Bereich Bildung und Soziales?

   Dr. Renate Knauf, Fraktionsvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen:

Ob stärkere Belastungen auf die Bürger zukommen, liegt in erster Linie daran, ob und welche alten und neuen Anforderungen der Bürger an die Stadt von der Mehrheit im Rat akzeptiert und erfüllt werden und welche Ausgaben durch Pflichtaufgaben diktiert werden. Unser Ziel ist es, durch innovative Ideen zusätzliche Belastungen zu vermeiden, wie zum Beispiel durch die Ausweitung des Energiesparprogramms an Schulen. Bei der Suche nach Möglichkeiten zur intelligenten Einsparung ohne finanzielle Belastungen ist zudem jeder Bürger gefragt.


Stadtentwicklung muss grundsätzlich behutsam und im Einklang mit den hier lebenden Menschen erfolgen. Die Entwicklung des Singergeländes muss endlich voranschreiten. Auch die brachliegende Fläche vor St. Sebastian sollte entwickelt werden. Wir möchten uns zudem für eine verkehrliche Entlastung Broichweidens einsetzen, unter anderem durch die verbesserte Anbindung an die Euregiobahn.


Wir unterstützen die Einrichtung einer Gesamtschule, weil wir in ihr das größtmögliche Bildungspotenzial sehen. Im benachbarten Ausland hat man die Trennung der Schulkinder nach der 4. Klasse schon lange eingestellt, weil die Kinder so bessere Bildungschancen haben. Dies beweisen auch die Pisa-Studien. Außerdem ist im OECD Vergleich Deutschland (bezgl. der Abhängigkeit des Schulerfolges vom sozialen Stand) beschämenderweise im letzten Viertel angesiedelt.

Wir unterstützen den Vorschlag der Verwaltung, die für Flüchtlinge angebotenen Wohnungen anzumieten und nehmen mit Freude und Erleichterung zur Kenntnis, dass wir nun vorerst keine Wohncontainer anmieten müssen. Nun sollte die Stadt dafür Sorge tragen, dass die Flüchtlinge nicht alleine gelassen werden und sie in menschenwürdigen Unterkünften Zuflucht finden können.

„Eine zentrale Aufgabe wird es sein, den kommunalen Umweltschutz weiter zu stärken, denn für uns fängt dieser auch im Kleinen an. Hierzu gehört auch der Ausbau eines zukunftsfähigen und sicheren Radwegenetzes, die energetische Gebäudesanierung, das Freihalten von Bebauung auf den letzten verbleibenden Grünflächen in Würselen und der Schutz und Erhalt der bei uns vorkommenden Arten. Hierzu muss der Flächenverbrauch deutlich verringert werden.

Wir setzen uns nach wie vor für den Erhalt des Status quo auf dem Flugplatz Merzbrück und damit gegen den Ausbau und die Verschwenkung der Landebahn ein.

Zudem möchten wir die Förderung und den Erhalt des Kulturbetriebes im Alten Rathaus. Aber auch die Stärkung der Bürgernähe stellt für uns einen politischen Schwerpunkt dar. Hierzu möchten wir die Bürger deutlich stärker in kommunalpolitische Entscheidungen einbinden.“

 

 


 Neuer Vorstand im Ortsverband gewählt

Die neuen Sprecher: Uschi Küpper und Wolfgang Wetzstein.

AN-Online 25.02.2015 ehg

Würselen. Der Ortsverband von Bündnis 90/Die Grünen hat im Alten Rathaus getagt. Auf der Agenda standen der Bericht des alten Vorstands über die Arbeit im vergangenen Jahr und Neuwahlen. Dabei wurde eine neue Doppelspitze gewählt: Uschi Küpper und Wolfgang Wetzstein heißen die neuen Sprecher.

Neben ihnen gehören dem neuen Vorstand Christoph Simon als Kassierer sowie Anka Erdweg, Ingrid von Morandell und Michael Jochmann als Beisitzer an. Auf der konstituierenden Sitzung des neuen Vorstands wurden erste Schritte künftiger Partei- und Fraktionsarbeit vereinbart. Neben der Ratsarbeit wollen die Grünen mehr Akzente bei der Diskussion um Strukturwandel, ökologisches Wirtschaften und Gesundheitspolitik setzen. Es geht ihnen auch darum, eine menschenwürdige Willkommenskultur für Flüchtlinge zu schaffen.

Nicht zuletzt sollen zukunftsweisende Akzente in der Bildungspolitik gesetzt werden. In diesem Jahr wird wieder ein Umweltpreis ausgelobt. Mit ihm sollen Einzelpersonen, Vereine und auch Unternehmen unterstützt werden, die sich im besonderen Maße um die Belange der Umwelt engagiert haben. Alle Bürger der Stadt sind aufgerufen, bis zum 15. März ihre Vorschläge den Bündnisgrünen zu unterbreiten, per Mail unter gruene-wuerselen(at)gmx(dot)de oder per Post an Bündnis 90/Die Grünen, Klosterstraße 155, 52146 Würselen.
 


Unsere Ratsmitglieder

Dr. Renate Knauf, Bernd Parschmann, Michael Jochmann

 


 

Dank für langjährigen Einsatz
Aachener Nachrichten - Nord Sa, 27. Sep. 2014, (ehg)

Stadt Würselen verleiht Ehrenteller, Ehrenringe und „Wöschelter Düvel“



Gewürdigt: Den Ehrenring erhielten Hans-Josef Bülles (l.), Eva Maria Voigt-Küppers, Anka Erdweg und Harald Gerling (v.r.). Außerdem wurde die Ehrenmedaille „Wöschelter Düvel“ verliehen. Einen Ehrenteller erhielten Bürgermeister Arno Nelles (vorne 2.v.l.) sowie (stehend) Martina Offermanns (2.v.l.), Winfried Hahn (4.v.l.), Theo Scherberich (2.v.r.) und Karl-Heinz Horbach (3.v.r.).Foto: Wolfgang Sevenich
 

Würselen. In einer würdigen, vom „Neuen Chor“ unter der Leitung von Christoph Leuchter gestalteten Feierstunde verabschiedete Bürgermeister Arno Nelles die Kollegen, die nach einer und mehr Legislaturperioden ehrenamtlichem kommunalpolitischem Engagement aus dem Rat ausgeschieden sind. Im Geiste von Trude Herr appellierte er an sie, „nicht so ganz zu gehen. Bringt Euch weiter ein, lasst uns nicht allein.“ Nelles ehrte die Ratsverordneten, die sich drei beziehungsweise vier Wahlperioden eingebracht haben, mit dem Ehrenteller oder dem Ehrenring der Stadt. Für alle Ausgeschiedenen und zu Ehrenden fand er in Dank und Anerkennung ihrer Arbeit lobende persönliche Worte.

Durch ihre Anwesenheit erwiesen ihnen und ihrer Arbeit Staatssekretär a.D. Achim Großmann und Ex-Bürgermeister Werner Breuer, aber auch der ehemalige Stadtdirektor Karl-Heinz Marschner sowie die Ex-Beigeordneten Georg Lompa, Winfried Camphausen und Ulrich Wigand die Ehre. Grüße aus Morlaix überbrachte Jean André, ein guter Freund der Würselener aus der Bretagne. Der Einladung des Bürgermeisters gefolgt war auch eine Reihe Ehrenringträger.

„Jeder, der ausscheidet, hinterlässt eine Lücke“, beklagte der Bürgermeister, dass es immer schwieriger werde, diese wieder zu schließen. Je weniger Bürger sich für das Wohl des Gemeinwesens engagierten, desto mehr nehme die Demokratie Schaden, gab er zu bedenken. Jeder einzelne Bürger müsse bereit sein, der Gesellschaft etwas von dem zurück zu geben, was er von ihr erhalten habe. Wie Demokratie vor Ort gelebt werde, zeigte der Bürgermeister an Beispielen auf. Er sei stolz darauf, dass es in Würselen immer noch viele Menschen gebe, die ihren Teil zum Wohl der Allgemeinheit beitragen.

18 ziehen sich zurück

Dann wandte er sich den 14 von 18 Ausgeschiedenen zu, denen er als Erinnerungs- und Abschiedsgeschenk die Ehrenmedaille „Wöschelter Düvel“ zum Geschenk machte: Hans Beckers (UWG), Paul Bock (SPD), Barbara Breuer (FDP), Gesine Breuer-Väisänen (CDU), Hans Burchatzki (CDU), Hans Göbbels (UWG), Peter Havers (CDU), Franz Jansen (FDP), Herbert Kaussen-Lingens (CDU), Gottfried Kern (CDU), Wolfgang Kern (SPD), Claudia Küppers (UWG), Christoph Simon (Bündnis 90/Die Grünen) und Ute Wendt (Bündnis 90/Die Grünen).

Den Ehrenteller für drei Legislaturperioden engagierter kommunalpolitischer Arbeit im Rat erhielten Winfried Hahn (SPD), Karl-Heinz Horbach (CDU), Martina Offermanns (CDU) und Theo Scherberich (UWG) sowie Bürgermeister Arno Nelles. Bei ihm waltete sein Stellvertreter Hahn seines Amtes. Hahn und Nelles verzichteten aus Kostengründen auf den Teller. Von den fünf Geehrten verabschiedeten sich zwei von der Ratsarbeit: Karl-Heinz Horbach und Martina Offermanns.

Den Ehrenring überreicht der Bürgermeister für vier Wahlperioden verdienstvolle Arbeit im Rat der Stadt an Hans-Josef Bülles (CDU), Anka Erdweg (Bündnis 90/Die Grünen), Harald Gerling (CDU) und der Landtagsabgeordneten Eva-Maria Voigt-Küppers (SPD). Hergestellt wurden die Ehrenringe vom Würselener Goldschmiedemeister Peter Wernekenschnieder. Anka Erdweg und Harald Gerling beendeten ebenfalls ihre Ratsarbeit. Alle Geehrten trugen sich ins goldene Buch ein.

Zu einem Umtrunk lud Bürgermeister Nelles nach der Feierstunde noch ins Foyer ein. In persönlichen Gesprächen lebten auch Erinnerungen an vergangene Zeiten mehr oder minder harter Arbeit im Rat und in den Ausschüssen auf, meist aber nur die schönen Seiten. (ehg)

Hier die Dankesrede von Anka Erdweg, die sie auf Wunsch des Bürgermeisters leider nicht halten konnte

Sehr geehrter Herr Bürgermeister Nelles, sehr geehrte Gäste!

Zuerst bedanke ich mich bei Ihnen, Herr Bürgermeister, für Ihre freundlichen Worte!  Dann danke ich Ihnen allen, verehrte Gäste, da Sie durch Ihr Erscheinen Ihr Interesse an den Rat unserer Stadt bekunden.

Bedanken möchte ich mich bei meiner Familie, ohne deren Rückhalt ich kaum die lange Zeit der politischen Arbeit tatkräftig hätte durchführen können.

Wichtig ist mir auch, mich bei den Grünen zu bedanken, bei Partei und Fraktion, die mir seit vielen Jahren politische Heimat sind.

Ein besonderer Dank geht noch an die stets hilfsbereiten Menschen in der Verwaltung. Bei Nachfragen fand ich stets freundliche Fachleute, die mir ausführlich und korrekt  meine Fragen beantworteten.

Sehr geehrte Damen und Herren, die engagierte Arbeit eines Mandatsträgers ist im wahrsten Sinne des Wortes  „Arbeit“ und mit beträchtlichem Zeitaufwand verbunden.

Aber bei aller Arbeit und den vielen Unwägbarkeiten – mir hat es fast immer Spaß gemacht. (Da wir ja hier unter uns sind, kann ich es Ihnen ja sagen, bei einigen Sitzungen  wäre ein Schmerzensgeld angebracht gewesen.) Wobei mir der menschliche Umgang miteinander – trotz unterschiedlicher politischer Meinung immer sehr wichtig war.

Was die Zusammenarbeit mit der Verwaltung betrifft, gute Ideen können durch die Kooperation mit der Verwaltung erfolgreich umgesetzt werden. Auch dann, wenn diese Vorstellung etwas Neues darstellt. Hierzu gehören z.B.  die qualitätsvollen Radierungen von Würselen die auf meine Anregung hin von russischen Künstlern aus St. Petersburg angefertigt wurden. Von der Stadt wurden diese dann zum Kauf angeboten-  aber auch als repräsentatives Gastgeschenk gerne überreicht. Alle 4 Blätter sind inzwischen fast vergriffen, eine ähnliche Aktion mit anderen Künstlern wäre sicher überlegenswert.

Da ich über einen längeren Zeitraum ehrenamtlich Asylbewerber betreut habe, war es für mich selbstverständlich, auch im Sozialausschuss dafür Sorge zu tragen, das Mögliche für Flüchtlinge zu erreichen. Dabei habe ich viel dazu gelernt.  

Die Zusammenarbeit mit dem Rechnungsprüfungsamt war ebenso wichtig und kooperativ. Im Rechnungsprüfungs Ausschuß  konnte ich durchaus  unbequem und in der Sache hartnäckig sein. Ein Beispiel kann ich hier nicht nennen, der Ausschuss ist nämlich nicht öffentlich.

Sehr geehrte Gäste, hier in Würselen ist das neue Rathaus so gestaltet worden, dass durch den Fußbodenbelag im Foyer Politik und Verwaltung an ihre verantwortungsvolle Arbeit für die Bürgerinnen und Bürger erinnert werden. Dieser ist nämlich, wie Ihnen vielleicht schon aufgefallen ist, mit den gleichen Pflastersteinen  ja mit dem gleichen Muster belegt wie der Morlaixplatz-  und dies ganz bestimmt kein Zufall!  Hier soll verdeutlicht werden, dass  Platz und Rathaus öffentlich sind, das Rathaus kann quasi als eine Art Fortsetzung der Straße gesehen werden, Beides ist uns allen zugänglich.  Bei jedem Eintritt ins Rathaus wird durch dieses Symbol hieran  erinnert, eine freiwillige  Verpflichtung für Verwaltung und Politik. Die Transparenz  ist hier besonders  hervorzuheben, denn  die Öffentlichkeit ist der Sauerstoff der Demokratie, wie Günther Grass es formulierte.

Zum Schluss wünsche ich allen Stadträten in der neuen Legislatur , dass sie ihr Wissen und ihre Persönlichkeit zum Wohle unserer Stadt einbringen. Die Bürgerinnen und Bürger werden dann bestätigen, dass durch diese Arbeit Würselen zu einer Stadt wurde, in der man gerne lebt und wohnt und die auch für Neubürger durchaus attraktiv ist.

Danke für Ihre Aufmerksamkeit.      

 


 

 


 

 

 

 

Sie sind zudem herzlich zu unseren nächsten Terminen, den Sprechstunden oder zu den regelmässigen Treffen eingeladen.



 

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