Die Grünen in Würselen

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Wohnprojekte speziell gewürdigt

Würselener Grüne verleihen Sozialpreis dem Verein „Gemeinsam leben – Gemeinsam lernen“. Landtagsabgeordnete Karin Schmitt-Promny hält die Festrede. Das Ziel ist die gelebte Inklusion.

 

Die Würselener Grünen verliehen in einer Feierstunde im alten Rathaus den Sozialpreis 2016: Uschi Küpper (2.v.li.) und Wolfgang Wetzstein (3.v.li.) überreichten den Sozialpreis 2016 an Andreas Plonka, Vorsitzender des Vereins „Gemeinsam leben – Gemeinsam lernen“. Die Landtagsabgeordnete Karin Schmitt-Promny (re.) und Anka Erdweg (li.) gratulierten. Foto: Wolfgang Sevenich

Würselen. Alle zwei Jahre verleihen die Würselener Grünen den Sozialpreis. In diesem Jahr ging er an den Verein „Gemeinsam leben – Gemeinsam ernen“. Stellvertretend für seinen Verein nahm Andreas Plonka, einer der Mitbegründer und Vorsitzender, die Urkunde und das Preisgeld bei einem kleinen Festakt entgegen. Dazu begrüßten Uschi Küpper und Wolfgang Wetzstein, die Sprecher der Würselener Grünen, zahlreiche Gäste im Alten Rathaus.

In einer Festrede würdigte die Landtagsabgeordnete Karin Schmitt-Promny die von dem Preisträger 2016 über Jahre schon geleistete integrative Arbeit. Das Ziel von „Gemeinsam leben – Gemeinsam lernen“ sei es, Menschen mit und ohne Behinderung zusammenzuführen. Durch gemeinsames Spielen, Lernen und Handwerken kämen sich die Menschen näher. Es werden auch interessante Ausflüge organisiert.

Vorfreude bei Jugendlichen

Dazu zählt unter anderem der jährliche Besuch des Weihnachtsmarktes auf Schloss Merode, auf den sich die Jugendlichen jetzt schon wieder freuen.

„Jugendliche, die heute den Respekt vor Menschen mit Behinderung lernen, werden morgen, wenn sie im Berufsleben stehen, die Inklusion leben, weil sie ihr Gegenüber verstehen und schätzen gelernt haben“, betonte Wolfgang Wetzstein.

Besonders herausgestellt wurde durch die Preisverleihung das von Andreas Plonka auf die Beine gestellte Wohnprojekt. Ohne Fördergelder werden in der Städteregion Aachen entsprechende Vorhaben realisiert. Menschen mit Behinderung sind an der Planung beteiligt. Die Bedürfnisse der Menschen stehen im Vordergrund, nicht die förderfähigen Maßnahmen, so Wetzstein. Das unterstrich auch der Vorsitzende des Vereins in seiner Dankesrede.

Die Grüne Anka Erdweg hatte den Verein jüngst in seinen Räumen im Alten Bahnhof besucht. Und wusste von einer tollen Atmosphäre zu berichten. Die Botschaft, die sie mitbrachte: „Alle Menschen, mit oder ohne Behinderungen, sind hier gleich und gleichberechtigt.“

Von: An-Online ehg 

 


 

„Gemeinsam Leben – Gemeinsam Lernen“

Der Würselener Verein erhält am kommenden Sonntag, 18. September, den Sozialpreis der Grünen. Die Ehrenamtler arbeiten unter anderem an einem Wohnprojekt. Bürger aus der Städteregion sind zur Verleihung eingeladen.

 

Würselen. Die Würselener Grünen verleihen am Sonntag, 18. September, 15 Uhr, im Alten Rathaus ihren Sozialpreis. Der Sozialpreis wird aller zwei Jahre (im Wechsel mit dem Umweltpreis) verliehen. Er richtet sich an Personen, Vereine, aber auch Unternehmen, die sich für die sozialen Belange in der Stadt einsetzen. Nach einer langen Auswahl von unterstützenswerten Vereinen und Projekten, steht der Preisträger nun fest. In diesem Jahr geht der Sozialpreis an die Würselener Vertreter des Vereins „Gemeinsam Leben – Gemeinsam Lernen“.

Der Verein setzt sich für die Belange von Menschen mit Behinderung ein. Es werden Treffen und Veranstaltungen organisiert, an denen Menschen mit und ohne Behinderung gemeinsam teilnehmen und so Kontakt knüpfen können. Durch das gemeinsame Spielen, Lernen, aber auch Herstellen von hübschen und praktischen Dingen, kommen sich die Menschen näher und entwickeln Verständnis und Respekt für einander.

Die Arbeit des Vereins wird von vielen ehrenamtlichen Kräften geleistet, ohne die es unmöglich wäre, diese wichtige Unterstützung in unserer Stadt zu leisten. Neben vielen anderen Gästen wird auch Karin Schmitt-Promny (MdL) begrüßt, deren Thema unter anderem die Inklusion ist. Die hier gewonnenen Impulse werden so auch in den Düsseldorfer Landtag getragen. Unbedingt erwähnen möchten die Grünen die Arbeit und das Engagement von Andreas Plonka, der gemeinsam mit Mitgliedern „seines“ Vereins ein Wohnprojekt in Würselen errichtet. Diese Wohnungen für Menschen mit und ohne Behinderung sind auf die konkreten Bedürfnisse der künftigen Bewohner zugeschnitten, da die Wohnungen von Menschen mit Behinderung selbst mitgestaltet wurden. Dieses Projekt ist in der Städteregion Aachen einmalig, wird nicht öffentlich gefördert und komplett von Andreas Plonka finanziert. Die Bürger aus der Stadt und der Städteregion sind zu der Feier eingeladen.

 

Internetseite:  http://gl-gl.jimdo.com/

 


 

Anti-Atom-Flashmob: Sonntag, 26. Juni, 12 Uhr, Europaplatz

Die Kampagne gegen Tihange nimmt richtig Fahrt auf! Um unserer Forderung nach Stilllegung noch mehr Nachdruck zu verleihen, treffen wir uns am Sonntag, 26.6.2016 um 12 Uhr zu Musik und Redebeiträgen am Europaplatz. Treffpunkt „auf der Grünen Wiese“ hinter Musikschule Büchel. Wir spannen eine Menschenkette um den Brunnen und setzen mit aufgespannten Schirmen ein international sichtbares Zeichen für den Ausstieg aus der Atomenergie.

Für dieses Ereignis haben wir Regenschirme mit dem „Tihange-abschalten“ Logo bestellt, die zum Selbstkostenpreis von 5,- Euro pro Stück verkauft werden. Sie sind im GRÜNEN Zentrum, Franzstr. 34 in Aachen erhältlich sowie in weiteren Verkaufsstellen in Aachen (Liste folgt). Die Schirme können auch in Kürze über den Webshop auf tihange-abschalten.eu bestellt werden. Jedes Grüne Mitglied bekommt vor Ort einen Schirm gratis!

ABSCHIRMEN UNMÖGLICH

Viele Menschen fordern die Abschaltung der maroden Atommeiler im belgischen Tihange und Doel. Trotz aller Katastrophenschutzpläne – ABSCHIRMEN ist für uns UNMÖGLICH. Mit unserem Schirm setzen wir ein Zeichen gegen Atomenergie und fordern den europaweiten Ausstieg aus dieser gefährlichen Energie sowie den Ausbau Erneuerbarer Energien als wirtschaftliche und ökologisch sinnvolle Alternative.

DA HILFT NUR ABSCHALTEN

Die belgischen Atomkraftwerke sind für die Versorgung der Bevölkerung nicht notwendig. Das gilt auch für Mitteleuropa: Hier drohen bei Abschaltung aller Atomkraftwerke keine Blackouts. Wir fordern daher, die Bedingungen für Erneuerbare Energien im europäischen Strommarkt zu verbessern und die noch in Betrieb befindlichen Atomkraftwerke zügig abzuschalten.

Viele Infos zum Thema Tihange, Doel und dem Ausstieg aus der europäischen Atomenergie finden sich auf tihange-abschalten.eu, eine Aktionsseite der GRÜNEN aus der Euregio Maas-Rhein. Eine Materialbestellung über den Shop der Seite ist ebenfalls möglich.

 

 


Opposition übt Kritik am Schulneubau
Von: Karl Stüber
Letzte Aktualisierung:  Aachener Nachrichten Online 27. April 2016, 12:41 Uhr

Würselen. Im Würselener Stadtrat geht es recht bunt zu. 15 rote SPD-Vertreter inklusive Bürgermeister Arno Nelles, zwölf schwarze CDU-Mitglieder, je drei Grüne, Blau-Gelbe (FDP) und Lila-Farbene (UWG) sowie eine tiefrote Vertreterin der Partei „Die Linke“ sind dort aktiv.

 


Die Oppositionsfraktionen im Würselener Stadtrat über den Schulterschluss: (v.l.n.r.) Hans Carduck (FDP), Michaela Benja (UWG), Erwin Janas (FDP), Theo Scherberich (UWG), die Grünen Michael Jochmann, Dr. Renate Knauf und Bernd Parschmann sowie Ralf Niederhäuser (UWG). Foto: Karl Stüber

Die Oppositionsfraktionen im Würselener Stadtrat über den Schulterschluss: (v.l.n.r.) Hans Carduck (FDP), Michaela Benja (UWG), Erwin Janas (FDP), Theo Scherberich (UWG), die Grünen Michael Jochmann, Dr. Renate Knauf und Bernd Parschmann sowie Ralf Niederhäuser (UWG). Foto: Karl Stüber

Opposition übt Kritik am Schulneubau - Lesen Sie mehr auf:
http://www.aachener-nachrichten.de/lokales/nordkreis/opposition-uebt-kritik-am-schulneubau-1.1347505#plx1289570572

 

Singergelände und sozialer Wohnungsbau



Zum Singergelände und zu der erneuten Verzögerung durch „Auftauchen“ eines nicht genannten weiteren Kaufinteressenten neben der Stadt Würselen sagt Hans Carduck (FDP): „Die Stadt muss endlich handeln und über das Planungsrecht den Hebel ansetzen. Ansonsten sind wir, ist Würselen nur ein Spielball.“

Einen festzulegenden Anteil an (sozialem) Wohnungsbau fordert Theo Scherberich (UWG), egal, ob die Stadtentwicklungsgesellschaft oder ein anderer Investor zum Zuge komme.

Die Einstellung eines Stadtmarketing-Managers steht ebenfalls auf der Forderungsliste der Oppositionsfraktionen. Ein schlichtes Leerstandsmanagement reiche nicht aus. Gerade die sinnvolle Bebauung des Singergeländes könne entscheidend zur kaufmännischen Belebung der Kaiserstraße beitragen.

Nun ist das Treiben drei Fraktionen jedoch zu bunt geworden, und zwar UWG, FDP und den Grünen. Sie sorgen sich ernsthaft um das Wohl der Stadt Würselen und ihrer Bürger und um die weitere Entwicklung der Kommune, betonen die Akteure. Was in der Verwaltung geschieht und was die große Koalition aus SPD und CDU aus ihrer Sicht veranstaltet, lässt sie jetzt verstärkt in die Öffentlichkeit gehen.

„Wir stellen große Versäumnisse und schwerwiegende Verzögerungen fest“, sagt Theo Scherberich (UWG) im Gespräch mit unserer Zeitung. SPD und CDU hätten dagegen im Koalitionsvertrag den Anspruch formuliert: „Es braucht eine stabile und starke Kraft, um unsere Stadt in eine gute Zukunft zu führen.“ Das wirke wie eine Beruhigungspille für die Bevölkerung. Zudem wolle man über die immer wieder auftretenden Probleme innerhalb der Koalition, aber auch im Zusammenspiel mit der Verwaltung hinwegtäuschen.

Vor allem der beabsichtigte Neubau der Gesamtschule an der Krottstraße macht der Opposition Sorgen. Michael Jochmann (Grüne) hat die vorliegenden Angaben genauer analysiert. Der Stadtrat hatte mehrheitlich im September vergangenen Jahres beschlossen, die Gesamtschule an der Krottstraße neu zu bauen – vorbehaltlich der Einhaltung des Kostenrahmens in Höhe von 28 Millionen Euro inklusive des erschlossenen Grundstücks, der Außenflächen und der Einrichtung, wie Jochmann in Erinnerung ruft.

Ansonsten würde Plan B, die Ertüchtigung der Realschule an der Tittelsstraße doch noch zum Zuge kommen. Und diese Alternative ist aus Sicht Jochmanns von vornherein die „eindeutig bessere“ Variante. „Ein Nachweis der finanziellen Machbarkeit für den Neubau sollte seitens der Verwaltung bis zum 29. Februar erbracht werden, steht bisher aber leider noch aus“, kritisiert er.

Aus Sicht der Oppositionsfraktionen operieren Stadt und große Koalition mit Ausgangswerten, die unrealistisch sind. Das gilt vor allem für das Raumangebot. Um den Kostenrahmen unbedingt einzuhalten oder gar zu unterschreiten, gehen die Planer im Bereich Sekundarstufe I von einer Vierzügigkeit, in Sekundarstufe II von einer Zweizügigkeit aus. „Für die Erweiterung zum Beispiel auf eine 5-/3-Zügigkeit wären damit weitere Baumaßnahmen erforderlich!“

Und das im laufenden Schulbetrieb, was bei der Ertüchtigung der Realschule seitens SPD und CDU als K.O.-Kriterium angesehen worden sei. Der jetzt von der Mehrheit angestrebte Neubau ist also eine Mogelpackung – aus Sicht von UWG, FDP und Grünen. Dagegen fordert die Opposition, von vorneherein einen höheren Raumbedarf anzusetzen. Mit Blick auf die zu erwartende weitere Entwicklung Würselens und wachsender Einwohnerzahlen sei das realistisch.

Überhaupt nicht nachvollziehen kann Jochmann die zuletzt von der politischen Mehrheit in den Raum gestellten 23 Millionen Euro, für die angeblich die „Gesamtschule light“ zu haben sei. Mit Blick auf vergleichbare Schulbauprojekte seien die Baukosten pro Quadratmeter viel zu niedrig angesetzt.

Weiterer Vorwurf: Notwendig folgende Investitionen werden von der Stadt erst gar nicht berücksichtigt. Mit Blick auf die nahe Landstraße 23 (Willy-Brandt-Ring) sei verstärkter Lärmschutz und eine Klimaanlage bei geschlossen zu haltenden Fenstern notwendig. Dr. Renate Knauf (Grüne) zieht zum Vergleich ein Lärmschutzgutachten heran, das für den Bebauungsplan 215 (Gebiet zwischen Nordstraße und L 23) vorliegt – nur 700 Meter vom geplanten Standort der Gesamtschule entfernt.

Durchschnittlich befahren demnach tagsüber 820 Fahrzeuge pro Stunde den Willy-Brandt-Ring, davon sieben Prozent Lkw. Mit Blick auf das im Bereich Nordstraße geplante Wohnheim mit Menschen mit Behinderung sei klar geworden, dass die zu erwartenden Verkehrslärmemissionen die Werte des in Tieflage geplanten Gebäudes in den oberen Geschossen überschreiten. Die logische Schlussfolgerung aus Knaufs Sicht: Die Schüler der praktisch auf einer Ebene mit der Straße geplanten neuen Gesamtschule würden noch stärkeren Belastungen ausgesetzt.

Ralf Niederhäuser (UWG) bemängelt ein fehlendes Verkehrsgutachten. Jetzt schon gebe es im Bereich Krottstraße „ordentlich viel Verkehr“. Bei einer Gesamtschule mit 500 und mehr Nutzern komme einiges hinzu. Es könnten noch zusätzliche Kosten für die Stadt anfallen, um die verkehrliche Situation zu verbessern. Niederhäuser macht ein weiteres Fass auf: die Entwässerung des Geländes. Bislang versickere das Oberflächenwasser von den Fußballascheplätzen im umliegenden Grün. Mit der Bebauung müsse also eine aufwändige Rückhaltung eingerichtet, also der Querschnitt der Kanäle erheblich erweitert werden.

Und noch ein Aspekt aus Sicht der Opposition: Mittelbar würde durch den Neubau der Gesamtschule eine Sporthalle am Gymnasium notwendig. Kostenpunkt drei Millionen Euro. Zudem drohe ein Eigenkapitalverlust von vier Millionen Euro für den (nicht mehr genutzten) Standort Realschule.

Alles spricht aus Sicht der Oppositionsfraktionen für die Ertüchtigung der Realschule für „nur 24,5 Millionen Euro zu einer ruhig und attraktiv gelegenen sowie mit 12.130 Quadratmetern Raumangebot deutlich ausreichend dimensionierten Gesamtschule“.

Positiver Nebenaspekt: Die drei Millionen Euro für die dann nicht mehr benötigte neue Sporthalle am Gymnasium kämen der Kommune sehr gelegen, nachdem klar geworden war, dass aus dem Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Einrichtungen“ keine Zuschüsse für Sanierung und Umbau der Sporthalle Parkstraße in Broichweiden sowie „für den Rasenplatz der Teutonia Weiden“ fließen, betont Jochmann.

Hans Carduck (FDP) zürnt: „Wir kämpfen für eine Gesamtschule mit bestmöglicher Ausstattung. Das Thema ist leider zum politischen Drama geworden. Die Parteien blockieren sich selbst!“ Dagegen machten es Alsdorf und Herzogenrath vor, wie es geht.
 


 

Anfang des Jahres 2016 bekam das Thema Tihange deutschlandweite Aufmerksamkeit. Gemeinsam mit den niederländischen Groen Links und den belgischen Ecolo-Grünen wurde von den Grünen in der Städteregion Aachen eine Webseite eingerichtet. Auf tihange-abschalten.eu werden Hintergrundinformationen zu Tihange bereitgestellt und über Aktuelles berichtet. Ein Terminkalender informiert über anstehende Veranstaltungen in der Euregio und es gibt einen Downloadbereich, in dem Kampagnen-Material bestellt werden kann.

Christa Heners, Geschäftsführerin des Grünen Kreisverbandes Aachen: „Mit der Kampagne „Tihange abschalten!“ möchten wir unseren Sorgen hinsichtlich den überalterten Rissereaktoren zum Ausdruck bringen. Dafür brauchen wir viele Mitstreiter*innen, die unsere Materialien nutzen und weiter verbreiten, damit an vielen Stellen in der Euregion die Forderung sichtbar wird: Tihange abschalten!“

 

 

 

Noch ein kleiner Youtube Film des WDR zum Thema Tihange

 

 

 


Zweiter Online-Check: GRÜNE Landtagsfraktion testet Netzangebot von 396 NRW-Kommunen

http://gruene-fraktion-nrw.de/nc/onlinecheck.html

Mehr Mitbestimmung, besserer Service, transparente Daten: Dank des digitalen Wandels können kommunale Verwaltungen Bürgerinnen und Bürger besser unterstützen und einbinden. Zum zweiten Mal hat die GRÜNE Landtagsfraktion mit dem Online-Check überprüft, welche der 396 NRW-Kommunen die Vorreiter im Netz sind und was Städte und Gemeinden heute bieten müssen, um mit dem digitalen Wandel Schritt zu halten.

Aachen:                    Sehr gut – Platz 9 im Gesamtranking der 396 Kommunen
Alsdorf:                    Stark verbesserungswürdig – Platz 314 von 396
Baesweiler:               Ausbaufähig – Platz 159 von 396
Eschweiler:               Ausbaufähig – Platz 159 von 396
Herzogenrath:           Digitaler Keller – Platz 364 von 396
Monschau:                Stark verbesserungswürdig – Platz 216 von 396
Roetgen:                    Digitaler Keller – Platz 364 von 396
Simmerath:                Digitaler Keller – Platz 394 von 396
Stolberg:                    Ausbaufähig – Platz 82 von 396
Würselen:                 Stark verbesserungswürdig – Platz 343 von 396 (2014  an Platz 261)

Würselen hat sich leider verschlechtert. Hier ist dringender Nachholbedarf.

Wir GRÜNE mahnen seit jeher besonders auf der kommunalen Ebene Bürgerbeteiligung, Öffentlichkeit und Transparenz an. Für uns ist es von hoher Bedeutung klarzustellen, dass wir diese Forderungen im digitalen Zeitalter nicht aufgegeben haben, sondern im Gegenteil die Vorteile des Internets hierfür nutzen wollen. In unserem Check wollten wir wissen, wie die Kreis- und Gemeindeverwaltungen die Chancen der Digitalisierung nutzen, um ihre Service-Leistungen für die Bürgerinnen und Bürger zu verbessern. Das Ziel der Aktion ist, den Fortschritt des digitalen Wandels in NRW zu untersuchen und mitzugestalten.


Bürgerportal: Grüne machen Vorschläge zur Erweiterung des Onlineangebots

Letzte Aktualisierung: 21. Mai 2014, 16:19 Uhr AN-Online

Würselen. Die Grünen aus Würselen richteten bereits im Januar dieses Jahres eine Anfrage an die Stadtverwaltung und schlugen eine Erweiterung des Onlineangebots des Bürgerportals vor.

Die Verwaltung antwortete umgehend, bat jedoch um etwas Geduld, die Umstellung brauche Zeit. Außerdem sei es aus formalen Gründen nicht möglich, alle Anträge und Formulare online zur Verfügung zu stellen. Nun richteten die Grünen eine erneute Anfrage an die Verwaltung und baten mittelfristig um eine Erweiterung des Online-Angebots im Bürgerportal. Hintergrund ist ein, von der Grünen
Landtagsfraktion NRW durchgeführter Test, der die Qualität der Internetauftritte aller 396 nordrhein-westfälischen Kommunen testete. Würselen erreichte hier nur Platz 264. „Ein Zustand, der dringend geändert werden muss“, so Bürgermeisterkandidat Hans-Bernd Parschmann. Gerade im Bereich des sogenannten „Open Government“ hinke Würselen hinterher.

Nicht einen einzigen von 13 möglichen Punkten konnte die Stadt hier erreichen. „Dabei ist es enorm wichtig, die Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt in Entscheidungsprozesse mit einzubinden“, so Parschmann weiter. Relativ unkompliziert könnte dies durch einen eigenen Account der Stadt bei einem sozialen Netzwerk wie Facebook oder Twitter gelingen. Hier könnte die Stadt zeitnah über alle wichtigen, derzeit laufenden Prozesse informieren und gleichzeitig ein Feedback der Bürger erhalten.

Des Weiteren könnte die Stadt das Portal um ein sogenanntes „Anliegen-Management“ erweitern. „Mit dieser Funktion hätten die Würselener die Möglichkeit, online und von zu Hause aus, zum Beispiel eine defekte Straßenlaterne zu melden und zu einem späteren Zeitpunkt auch online einzusehen, ob der Schaden gerade behoben wird oder schon behoben wurde“, erklärt der Bürgermeisterkandidat. Weitere Maßnahme, die die Attraktivität des Bürgerportals, vor allem bei nicht deutschsprachigen Würselenern, steigern würde, wäre ein mehrsprachiges Angebot aller wichtigen Informationen in den verschiedenen Themenbereichen des Portals.


GRÜNE verleihen Würselner Umweltpreis

Seit vielen Jahren verleihen die Würselener GRÜNEN jedes Jahr im Wechsel einen Sozial- oder Umweltpreis. Am Sonntag 18.10.2015 war es wiedereinmal so weit. Im Alten Rathaus wurde diesmal die “Schatztruhe” des Kinderschutzbundes Würselen/Alsdorf/Herzogenrath mit dem Umweltpreis ausgezeichnet.

 

 

 

Die “Schatztruhe” ein Laden für schadstofffreie Bekleidung

Drei Ehrenamtlerinnen arbeiten seit 19 Jahren in der “Schatztruhe. In einem liebevoll dekorierten Raum in der Lindenstrasse 10 nehmen sie Kinderkleidung und Spielsachen entgegen, kontrollieren die Dinge auf Schäden, sortieren sie nach Größen und geben sie für kleines Geld weiter. Man könnte nun fragen: Ist das nicht eher soziales Engagement? – Ja, aber nicht weniger ist es auch ein Umweltthema. Denn viele der Kleidungsstücke werden in Asien hergestellt und anschließend über weite Wege nach Deutschland transportiert. Außerdem werden viele Kleidungsstücke imprägniert und enthalten dadurch Schadstoffe. Durch den Secondhand Charakter der Schatztruhe und der Weiternutzung der Kleidung, können Transportwege minimiert, Ressourcen gespart und so die Umwelt geschützt werden. Zudem verringert sich durch das häufige Tragen und Waschen die Schadtstoffbelastung der Kleidung.

Werbung für einen guten Zweck

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OV-Sprecher Wolfgang Wetzstein und Uschi Küpper

 

Vorschläge für die Preisträger kommen von den Bürgern selbst. Diesmal kam der Vorschlag von der UrGrünen Anka Erdweg. Unter dem Motto “Gutes Kaufen, gutes Tuen” stellte sie das Projekt vor. Nach den Reden von und der Preisverleihung durch die beiden Ortsvorsitzenden Uschi Küpper und Wolfgang Wetzstein ging es bei Sekt, Saft und Schnittchen über in den geselligen Teil, untermalt von “La Famille” einem Trio mit alten Instrumenten, darunter – besonders ungewöhnlich – ein Dudelsack. Die Preisträger erhalten 500 €, wovon der Ökofond der Grünen NRW die Hälfte davon übernimmt. Eine rundrum gelungene und sympathische grüne Veranstaltung.

Wenn Sie mit Sachspenden und/oder mit einem Einkauf den Kleiderladen unterstützen wollen:

Kleiderladen “Schatztruhe

Lindenstraße 10
52146 Würselen
Telefon 02405 14755

Öffnungszeiten
montags und donnerstags 10:00 bis 12:00 h
mittwochs 10:00 bis 12:00 h, 16:00 bis 18:00 h

 


Aachener Nachrichten 20.10.2015

Motto lautet: Gutes kaufen und gleichzeitig Gutes tun

Die Würselener Grünen zeichnen das engagierte Team der Kleiderkammer „Schatztruhe“ mit dem Umweltpreis aus


Das Team der Kinderkleiderkammer „Schatztruhe“ freut sich über den Umweltpreis 2015 der Würselener Grünen: (v.l.) Marlies Hornig (Team Schatztruhe), Anka Erdweg, Sprecher Wolfgang Wetzstein, Gabriele Matthäus (Team Schatztruhe), Sprecherin Uschi Küpper und Eva Wahlen (Team Schatztruhe). Foto: Markus Roß
 

Würselen. Alle zwei Jahre verleiht der Würselener Ortsverband von Bündnis 90/Die Grünen den Umweltpreis. Damit fördern die Würselener Grünen Projekte, Unternehmen aber auch Einzelpersonen, die sich besonders um die ökologischen und sozialen Aspekte der Stadt Würselen verdient gemacht haben.

In diesem Jahr darf sich das ehrenamtliche Team der Kinderkleiderkammer „Schatztruhe“ vom Kinderschutzbund Würselen über diese wichtige Auszeichnung freuen. „Nach dem Motto ‚Gutes kaufen und gleichzeitig Gutes tun‘ wird hier die gespendete Baby- und Kinderkleidung sowie Spielzeug, Kinderbücher und vieles mehr sorgfältig kontrolliert, bevor es dann für den Verkauf freigegeben wird“, sagte die langjährige Grünen-Stadtverordnete Anka Erdweg im Rahmen einer Feierstunde im Kulturzentrum Altes Rathaus.

Wolfgang Wetzstein, gemeinsam mit Uschi Küpper Sprecher der Würselener Grünen, wies auf die große ökologische Bedeutung der Wiederverwertung von Kinderbekleidung hin. Gerade Kinderbekleidung sei oftmals von Schadstoffen belastet. Deshalb sei gut erhaltene, aber schon gebrauchte und somit vielfach gewaschene Kinderkleidung auch vorteilhaft. Wetzstein sagte: „In dem Bereich der Wiederverwertung von Bekleidung sehen wir ein riesiges Umweltpotenzial, weshalb wir uns in diesem Jahr einstimmig für die Schatztruhe entschieden haben.“

Gebraucht, nicht verbraucht

Die vier ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen der Schatztruhe, Marlies Hornig, Gabriele Matthäus, Eva Wahlen und Brigitte Böhm-Reuls, seien „ganz tolle Leute“, betonte Sprecherin Uschi Küpper, die im Kulturzentrum unter anderem auch die Grünen-Kreisvorsitzende Gisela Nacken, Städteregions-Fraktionssprecherin Ingrid von Morandell, die Würselener Fraktionsvorsitzende Renate Knauf und Vorstandsmitglieder des Kinderschutzbundes begrüßte.

Die Schatztruhe sei eine „würdige Preisträgerin“, betonte Anka Erdweg. Durch die sorgfältige Begutachtung der abgegebenen Dinge seien all die Teile zwar gebraucht, aber beileibe nicht verbraucht. Erdweg sagte: „Hier kaufen aber nicht nur Menschen, die diese preiswerten Angebote dringend benötigen, sondern auch Kunden, die den Recycling-Gedanken gerne aufgreifen und unterstützen.“

Musikalisch gestaltet wurde die Feierstunde vom Ensemble „La Familie“.

Beheimatet ist die Kinderkleiderkammer „Schatztruhe“ in der Würselener Innenstadt an der Lindenstraße 10. Die Öffnungszeiten sind immer montags, mittwochs und donnerstags von 10 bis 12 Uhr sowie mittwochs zusätzlich von 16 bis 18 Uhr. (ro)

 


 

Investor bekommt mehr Zeit

Aachener Nachrichten 20.6.2015 (ehg)

 

Würselen. Dass die Entwicklung des Singer-Geländes seit geraumer Zeit auf der Stelle tritt, hatte die Fraktionsvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen, Dr. Renate Knauf, bereits in der vorangegangenen Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung auf den Plan gerufen. Nun folgte der angekündigte Antrag, „die exklusive Option für den Interessenten Albert C. Blok zur Entwicklung des Singer Geländes aufzuheben“.

Die Verwaltung solle beauftragt werden, „aktiv und intensiv auf alle in der weiteren Region Aachen aktiven Investoren und Projektentwickler für Gewerbe- beziehungsweise Wohnungsbau zuzugehen und sie für die Entwicklung des Singer Geländes zu interessieren“, heißt es im Antrag. Nach eingehender und kontroverser Diskussion wurde dieser in der jüngsten Sitzung des Ausschusses abgelehnt.

Der niederländische Investor, der vor rund sechs Jahren für die Entwicklung des Projektes gewonnen wurde, war zwar nicht anwesend, meldete sich aber in einer Tischvorlage – auch im Namen von Willem van Merlo und Karel Bronsgeest – zu Wort. „Wir haben mittlerweile viel Zeit und Energie in dieses Projekt investiert“, verwies Blok darauf, „die Wünsche der Stadt stets voller Überzeugung in unsere Pläne einfließen gelassen zu haben“. Als der Bebauungsplanentwurf im Mai 2014 „abgabebereit“ gewesen sei, habe man ein weiteres Mal – diesmal durch den Denkmalschutzantrag eines Bürgers – einen Rückschlag erlebt.

Von den Äußerungen der Bündnis 90/Grünen-Fraktion in der Sitzung im März 2015 sei er „unangenehm berührt gewesen“, erst recht vom eingereichten Antrag. „Wir haben weder Kosten noch Mühen gescheut, um als guter Partner mit der Stadt Würselen den Standort zu entwickeln. Als Investoren möchten wir daher nicht auf der Anklagebank sitzen.“ Nach wie vor sei er bereit, konstruktive Gespräche mit der Politik zu führen.

Zu dem Antrag der Bündnisgrünen stellte der Technische Beigeordneter Till von Hoegen zunächst fest, dass zwischen der Stadt und der Investorengruppe im Juni 2011 ein städtebaulicher Vertrag abgeschlossen worden sei, der die Übernahme der Kosten von Planungsleistungen zur Vorbereitung und Durchführung des Bebauungsplan-Verfahren beinhalte. Das Planverfahren habe bisher nicht zum Abschluss gebracht werden können, da das städtebauliche Konzept mehrfach geändert worden sei. Der „Vorhabenträger“ solle nunmehr aufgefordert werden, bis zur nächsten Sitzung des Ausschusses am 20. August „ein realisierbares Konzept vorzulegen, „damit der Bebauungsplan-Entwurf für die Offenlage ausgearbeitet werden kann“.

Dass Albert C. Blok seinen Verpflichtungen nachgekommen sei, daran erinnerte der Technische Beigeordnete den Ausschuss. Die Stadt könne den Investor zu nichts zwingen, weil sie nicht Eigentümerin des Grundstücks sei. Das einzige Steuerungsmittel sei das Planungsrecht.

Dass die Stadt dem Vorhabenträger keine exklusive Option eingeräumt habe, belegte SPD-Fraktionsvorsitzender Christoph Küppers. Was bei der Entwicklung des Singer-Geländes „passiere“, sei nichts Ungewöhnliches. Er sprach sich dafür aus, den Einzelhandel noch weiter zu reduzieren. Mehr Wohnungsbau stärke hingegen die Geschäftswelt an der oberen Kaiserstraße.

Das Projekt möglichst schnell zum Erfolg zu führen, müsse das Anliegen aller Beteiligten sein, stieß er für weitere konstruktive Gespräche die Tür auf. Gegen die Ansiedlung eines „Ein-Euro-Discounters“ trug der CDU-Sprecher Sven Schmitz seine Bedenken vor. Er sprach sich für Geschäfte mit hochwertigeren Angeboten aus. „Nur so können wir die Leute dazu bringen, in Würselen einzukaufen.“ Mit ihm stimmten alle Sprecher darin überein, dass der „Schandfleck im Herzen der Stadt“ möglichst bald verschwinden müsse.

Die Einzelhandelsflächen auf ein für den Investor noch erträgliches Maß zu reduzieren, schlug UWG-Fraktionsvorsitzender Theo Scherberich vor. Er sei froh, dass die Stadt den niederländischen Investor gefunden habe. Er riet dazu, den Vertrag mit ihm erst dann aufzukündigen, wenn die gesetzten Fristen nicht eingehalten würden. Dem hielt Christoph Küppers entgegen, dass man weder den Eigentümer Groz-Beckert (Albtal) noch den Investor zu etwas zwingen könne. Man sollte versuchen, das Projekt auf partnerschaftlicher Ebene voranzubringen.

Der FDP-Fraktionsvorsitzende Hans Carduck verwahrte sich dagegen, dem Ausschuss die Verzögerungen in die Schuhe zu schieben. Er befürchtete, dass der Eigentümer das Heft selbst in die Hand nehmen könne. Es nutze nichts, wenn die Stadt den Investor zeitlich unter Druck setze.

„Wir müssen neue Überlegungen anstellen“, trat er die Flucht nach vorne an. Es sei nicht das Ziel der Bündnisgrünen, den niederländischen Investor zu verabschieden, vielmehr sei es ihnen darum gegangen, die Entwicklung des Singer-Geländes voranzubringen. Dazu sollten auch Gespräche mit anderen Investoren geführt werden.(ehg)

 


Singer-Höfe: Grüne wollen neue Investoren

AN 22.04.2015 (gp)

Würselen. Die Grünen im Würselener Rathaus sind mit ihrer Geduld am Ende: Vor sechs Jahren hat der Stadtrat Albert C. Blok eine „Exklusiv-Option“ zur Entwicklung des Singergeländes eingeräumt. Nach Auffassung der Grünen wurde dem Investor lange genug Zeit gegeben, vielleicht sogar zu lange. „Der Stillstand hinsichtlich der Bemühungen, das Areal zu reaktivieren und mit innerstädtischen Funktionen zu füllen“, ärgert Dr. Renate Knauf, die Fraktionsvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen. Durch die „Exklusiv-Option“ sei allen anderen potenziellen Investoren der Zugang zu der seit 15 Jahren brachliegenden Immobilie quasi verbaut, drängen die Grünen auf die Aufhebung der Vereinbarung. Die Stadt solle jetzt endlich auf weitere Investoren und Projektentwickler für Gewerbe- und Wohnungsbau zugehen, beantragen die Grünen.
„Seit mindestens fünf Jahren werden dem Ausschuss für Stadtentwicklung in immer größeren Abständen wenig detaillierte Planskizzen vorgelegt, verbunden mit der immer wiederkehrenden Anmerkung: Es werden Gespräche geführt“, moniert Knauf. „Wenn nach mehr als fünf Jahren diese Gespräche zu nicht mehr geführt haben, als eventuell einen REWE-Frischemarkt und einen Action-Markt anzusiedeln – auf dem Niveau der Ein-Euro-Länden –, zeigt dies, dass die Stadt auf den falschen Partner gesetzt hat. Zudem ist zu befürchten, dass der geplante REWE-Markt den bestehenden EDEKA-Markt im Reckerpark zur Aufgabe zwingen könnte und dies dort neue städtebauliche Probleme zur Folge haben wird“, formuliert Knauf ihre Befürchtungen.
 

Immobilienmarkt im Wandel


Mit Verweis auf den sich wandelnden Immobilienmarkt mit „Investitionsboom insbesondere an integrierten innerstädtischen Standorten“ fordern die Grünen: „Es ist höchste Zeit, dass das Singer-Gelände für innerstädtischen Wohnungsbau geöffnet und aktiviert wird.“ Das Singer-Höfe-Konzept sei mit seiner Nutzungsmischung und seiner städtebaulichen Qualität nach wie vor eine gute Ausgangsbasis.

Einkaufen, Wohnen
und Arbeiten

Die von Albert C. Blok beauftragten Vermarkter von „maniura immobilien“ schwärmen auf der Homepage für das Projekt Singer-Höfe: „Auf dem zentral in der Innenstadt Würselens gelegenen Gelände der ehemaligen Singer-Nadelproduktion entsteht mit den Singer-Höfen eine multifunktionale Projektentwicklung hin zu einem neuen urbanen Stadtmittelpunkt mit den Schwerpunkten Einkaufen, Wohnen, Gastronomie und Arbeiten. Das Einkaufszentrum Singer-Höfe wird mit 10 000 Quadratmetern direkt an die bestehende Einzelhandelslandschaft angeschlossen und bietet seinen Kunden eigene Parkplätze. Gastronomie- und Büroflächen ergänzen das Angebot. Zusätzlich bieten die Singer-Höfe attraktiver Wohnraum innerhalb des Stadtzentrums.“
 

 


Antrag der Grünen Fraktion im Stadtrat

 

An den Bürgermeister

der Stadt Würselen

Herrn Arno Nelles

Morlaixplatz 1

 

521469 Würselen

 

 

Würselen, 01.04.2015

 

 

Antrag Entwicklung Singergelände

 

 

Sehr geehrter Herr Nelles,

 

die Fraktion Bündnis 90/DIE GRÜNEN stellt folgenden Beschlussantrag an den Umwelt- und Stadtentwicklungsausschuss:

 

„Die exklusive Option zur Entwicklung des Singergeländes an den Interessenten Herrn Albert C. Blok wird aufgehoben.

Die Verwaltung wird beauftragt, aktiv und intensiv auf alle einschlägigen und in der weiteren Region Aachen aktiven Investoren und Projektentwickler für Gewerbebau bzw. Wohnungsbau zuzugehen und sie für die Entwicklung des Singergeländes zu interessieren. Zur Verdeutlichung der städtischen Intention der künftigen Entwicklung soll ihnen die letzte Version des „Singerhöfe-Konzepts“ (Bericht Nr.16) an die Hand gegeben werden.“

 

Begründung:

Seit mehr als 10 Jahren ist das ehemalige Singer-Gelände eine riesige Brachfläche im Herzen der Innenstadt. Inzwischen sind fast 6 Jahren vergangen und es herrscht fast vollständiger Stillstand hinsichtlich der Bemühungen, das Areal zu reaktivieren und wieder mit innerstädtischen Funktionen zu füllen.

Der Interessent Albert C. Blok hat von der Stadt Würselen vor vielen Jahren eine „Exclusiv-Option“ eingeräumt bekommen mit dem Ergebnis, dass für alle anderen potentiellen Investoren und Entwickler jegliche Zugangsoption zu der Immobilie blockiert ist. Seit mindestens 5 Jahren werden dem Ausschuss in immer größeren Abständen wenig detaillierte Planskizzen vorgelegt, verbunden mit der immer wiederkehrenden Anmerkung: „es werden Gespräche geführt“.

Wenn nach mehr als 5 Jahren diese „Gespräche“ zu nicht mehr geführt haben, als eventuell einen REWE-Frischemarkt und einen „Action-Markt anzusiedeln (auf dem Niveau der 1-€-Läden), zeigt dies, dass die Stadt auf den falschen Partner gesetzt hat. Zudem ist zu befürchten, dass der geplante REWE-Markt den bestehenden EDEKA-Markt am Reckerpark zur Aufgabe zwingen wird und dies dort neue städtebauliche Probleme zur Folge haben wird.

Auch die Aussage des Interessenten in der letzten Ausschuss-Sitzung, dass Bauanträge gestellt würden, wenn 65 % der Flächen „vermarktet“ seien, zeigt, dass die der Stadt gegenüber getätigten Äußerungen wenig seriös sind.

In den letzten 6 Jahren hat sich der Immobilienmarkt derart verändert, dass ein Investitionsboom insbesondere an integrierten innerstädtischen Standorten eingesetzt hat und es sogar für früher nur schwer oder gar nicht entwickelbare Flächen eine harte Konkurrenz der Investoren gibt. So ist auch für das Singer-Gelände eine völlig neue Sachlage eingetreten, die es nicht mehr rechtfertigt, einen Interessenten vor Konkurrenz zu schützen.

Es ist höchste Zeit, dass das Singer-Gelände, für innerstädtischen Wohnungsbau geöffnet und aktiviert wird (bevor z.B. weitere landwirtschaftliche Flächen am Stadtrand dafür herhalten müssen). Das damalige Singer-Höfe-Konzept ist dafür nach wie vor mit seiner der Stadt Würselen angemessenen Nutzungsmischung und seiner städtebaulichen Qualität eine gute Ausgangsbasis.

 

 

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Renate Knauf

 

Fraktionsvorsitzende Bündnis 90/ Die Grünen

 


Grüne wollen dem Investor Exklusivrechte entziehen

AN-Online 6.3.2015 ehg
 

Würselen. Auf Initiative des Vorsitzenden der Kulturstiftung, Achim Großmann, hatte die Stadt Würselen Anfang Mai 2014 einen Antrag ans Amt für Denkmalpflege des Landschaftsverbands Rheinland gestellt, Gebäude der ehemaligen Zigarren- und späteren Nadelfabrik an der Kaiserstraße unter Denkmalschutz zu stellen – nachdem die Fabrikanlage in die Denkmalliste der Stadt eingetragen worden war.

Was als erster Schritt folgte, war eine Besichtigung der zu schützenden Gebäude Ende Mai 2014. Ein vom Amt für Denkmalpflege erstelltes Gutachten kam schließlich am 17. Dezember ins Rathaus am Morlaixplatz. Mit ihm testiert das Amt für Denkmalpflege, besagte bauliche Anlage besitze eine hohe orts- und industriegeschichtliche Bedeutung.

Es stellt aber auch fest: „Die überlieferte Bausubstanz spiegelt die einzelnen Zeitgeschichten nicht mehr anschaulich und aussagekräftig wider.“ Das Amt würde wegen der angeführten ortsgeschichtlichen Bedeutung begrüßen, „wenn die heute noch prägenden Teile der baulichen Anlage ganz oder teilweise erhalten beziehungsweise in eine Neuentwicklung des Areals einbezogen werden könnten“.

Mit diesem Wunsch trat die Stadt an den niederländischen Investor Albert C. Blok heran, der dem entsprechend das Konzept zur Folgenutzung überarbeitete. Und jetzt dem Ausschuss für Stadtentwicklung vorstellte.


Wie seinen recht allgemein gehaltenen Ausführungen zu entnehmen war, wurden größere Veränderungen an den gewerblich genutzten Flächen vorgenommen. Es sei nicht so einfach gewesen, die alten Gebäude in den neuen Masterplan einzubeziehen. Kulturräume seien mit der Kulturstiftung angedacht worden. Erhalten geblieben sei die Anlage eines Platzes im Herzen des zu überplanenden Areals mit Gastronomie, um auch nach Schließung der Geschäfte noch Leben in die Anlage zu bringen.

Der ursprüngliche Branchenmix sei auch nach „Anpassung“ der Planung geblieben. Dass die Vermarktung gut laufe, war sich Blok sicher. Neben Rewe sei der niederländische Non-Food-Discounter „Action“, der europaweit 515 und in Deutschland bisher 47 Filialen betreibe, als „Anker“ mit einem Sortiment von 5000 Artikeln an Land gezogen worden.

Nicht nur der Masterplan musste angepasst werden, vielmehr auch die unterschiedlichen Gutachten. Wenn dies erfolgt sei und 65 Prozent der gewerblichen Fläche vermarktet seien, werde der Antrag auf Baugenehmigung eingereicht werden.

Dass es nun zügig mit den Singer Höfen vorangehen möge, wünschte sich SPD-Fraktionsvorsitzender Christoph Küppers. Er begrüßte, dass dem Wunsch der Stadt durch den Investor entsprochen worden sei.

Darin pflichtete ihm sein CDU-Pendant Sven Karl Schmitz bei.

Danke sagte UWG-Fraktionsvorsitzender Theo Scherberich, „dass Sie, obwohl es Ihnen nicht leicht gemacht worden ist, bei der Stange geblieben sind“. Dennoch stellte er ein paar kritische Fragen. Er sorgte sich, dass 160 Parkplätze für den gewerblichen Zweig ausreichen. Und dass die in einer Tiefgarage untergebrachten Stellplätze für den Wohnbereich genutzt werden, wenn dafür Miete erhoben werde.

Den „hohen Grad an gewerblicher Fläche“ stellte der sachkundige Bürger Dr. Irg Müller auf den Prüfstand, weil er darin eher eine Konkurrenz zur oberen Kaiserstraße als deren Stärkung befürchtete.

Investor Blok war zwar bemüht, alle Zweifel aus der Welt zu räumen, blieb aber erst recht bei Fragen nach der Struktur des Wohnbereichs unverbindlich. Dass es eine fußläufige Verbindung zum Recker-Gelände geben werde, versicherte er.


Konzeptstudie 2013


Dass bis heute kaum konkrete Aussagen vom Investor gemacht und keine schriftliche Vorlage erstellt worden seien, kritisierte Grüne-Fraktionsvorsitzende Dr. Renate Knauf. Ihre Fraktion werde zur nächsten Sitzung des zuständigen Ausschusses einen Antrag stellen, dem Investor Albert C. Blok die Exklusivrechte an der Entwicklung und Vermarktung des Singer-Areals zu entziehen.

Im Sitzungssaal machte sich betretenes Schweigen breit. Und der Investor zog auf leisen Sohlen von dannen. Wobei man sagen muss, dass viele Fragen unbeantwortet geblieben waren.
 


Themencheck zur Kommunalpolitik in Würselen

Werden die finanziellen Belastungen 2015 noch größer?

AN 10.02.2015 Von Georg Pinzek


Würselen. Als Stärkungspakt-Kommune ist Würselen verpflichtet, den Haushalt zu konsolidieren. Welche Auswirkungen hat das auf die Kommunalpolitik, und kommen in 2015 auf die Bürger stärkere Belastungen zu? Georg Pinzek befragte die Fraktionsvorsitzenden im Rat dazu. Müssen Bürger und Vereine mit Blick auf die Stadtfinanzen mit stärkeren Belastungen rechnen? Welche Projekte sollten im Bereich der Stadtentwicklung Priorität haben? Wo sehen Sie Handlungsbedarf im Bereich Bildung und Soziales?

   Dr. Renate Knauf, Fraktionsvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen:

Ob stärkere Belastungen auf die Bürger zukommen, liegt in erster Linie daran, ob und welche alten und neuen Anforderungen der Bürger an die Stadt von der Mehrheit im Rat akzeptiert und erfüllt werden und welche Ausgaben durch Pflichtaufgaben diktiert werden. Unser Ziel ist es, durch innovative Ideen zusätzliche Belastungen zu vermeiden, wie zum Beispiel durch die Ausweitung des Energiesparprogramms an Schulen. Bei der Suche nach Möglichkeiten zur intelligenten Einsparung ohne finanzielle Belastungen ist zudem jeder Bürger gefragt.


Stadtentwicklung muss grundsätzlich behutsam und im Einklang mit den hier lebenden Menschen erfolgen. Die Entwicklung des Singergeländes muss endlich voranschreiten. Auch die brachliegende Fläche vor St. Sebastian sollte entwickelt werden. Wir möchten uns zudem für eine verkehrliche Entlastung Broichweidens einsetzen, unter anderem durch die verbesserte Anbindung an die Euregiobahn.


Wir unterstützen die Einrichtung einer Gesamtschule, weil wir in ihr das größtmögliche Bildungspotenzial sehen. Im benachbarten Ausland hat man die Trennung der Schulkinder nach der 4. Klasse schon lange eingestellt, weil die Kinder so bessere Bildungschancen haben. Dies beweisen auch die Pisa-Studien. Außerdem ist im OECD Vergleich Deutschland (bezgl. der Abhängigkeit des Schulerfolges vom sozialen Stand) beschämenderweise im letzten Viertel angesiedelt.

Wir unterstützen den Vorschlag der Verwaltung, die für Flüchtlinge angebotenen Wohnungen anzumieten und nehmen mit Freude und Erleichterung zur Kenntnis, dass wir nun vorerst keine Wohncontainer anmieten müssen. Nun sollte die Stadt dafür Sorge tragen, dass die Flüchtlinge nicht alleine gelassen werden und sie in menschenwürdigen Unterkünften Zuflucht finden können.

„Eine zentrale Aufgabe wird es sein, den kommunalen Umweltschutz weiter zu stärken, denn für uns fängt dieser auch im Kleinen an. Hierzu gehört auch der Ausbau eines zukunftsfähigen und sicheren Radwegenetzes, die energetische Gebäudesanierung, das Freihalten von Bebauung auf den letzten verbleibenden Grünflächen in Würselen und der Schutz und Erhalt der bei uns vorkommenden Arten. Hierzu muss der Flächenverbrauch deutlich verringert werden.

Wir setzen uns nach wie vor für den Erhalt des Status quo auf dem Flugplatz Merzbrück und damit gegen den Ausbau und die Verschwenkung der Landebahn ein.

Zudem möchten wir die Förderung und den Erhalt des Kulturbetriebes im Alten Rathaus. Aber auch die Stärkung der Bürgernähe stellt für uns einen politischen Schwerpunkt dar. Hierzu möchten wir die Bürger deutlich stärker in kommunalpolitische Entscheidungen einbinden.“

 

 


 Neuer Vorstand im Ortsverband gewählt

Die neuen Sprecher: Uschi Küpper und Wolfgang Wetzstein.

AN-Online 25.02.2015 ehg

Würselen. Der Ortsverband von Bündnis 90/Die Grünen hat im Alten Rathaus getagt. Auf der Agenda standen der Bericht des alten Vorstands über die Arbeit im vergangenen Jahr und Neuwahlen. Dabei wurde eine neue Doppelspitze gewählt: Uschi Küpper und Wolfgang Wetzstein heißen die neuen Sprecher.

Neben ihnen gehören dem neuen Vorstand Christoph Simon als Kassierer sowie Anka Erdweg, Ingrid von Morandell und Michael Jochmann als Beisitzer an. Auf der konstituierenden Sitzung des neuen Vorstands wurden erste Schritte künftiger Partei- und Fraktionsarbeit vereinbart. Neben der Ratsarbeit wollen die Grünen mehr Akzente bei der Diskussion um Strukturwandel, ökologisches Wirtschaften und Gesundheitspolitik setzen. Es geht ihnen auch darum, eine menschenwürdige Willkommenskultur für Flüchtlinge zu schaffen.

Nicht zuletzt sollen zukunftsweisende Akzente in der Bildungspolitik gesetzt werden. In diesem Jahr wird wieder ein Umweltpreis ausgelobt. Mit ihm sollen Einzelpersonen, Vereine und auch Unternehmen unterstützt werden, die sich im besonderen Maße um die Belange der Umwelt engagiert haben. Alle Bürger der Stadt sind aufgerufen, bis zum 15. März ihre Vorschläge den Bündnisgrünen zu unterbreiten, per Mail unter gruene-wuerselen(at)gmx(dot)de oder per Post an Bündnis 90/Die Grünen, Klosterstraße 155, 52146 Würselen.
 


Unsere Ratsmitglieder

Dr. Renate Knauf, Bernd Parschmann, Michael Jochmann

 


 

Dank für langjährigen Einsatz
Aachener Nachrichten - Nord Sa, 27. Sep. 2014, (ehg)

Stadt Würselen verleiht Ehrenteller, Ehrenringe und „Wöschelter Düvel“



Gewürdigt: Den Ehrenring erhielten Hans-Josef Bülles (l.), Eva Maria Voigt-Küppers, Anka Erdweg und Harald Gerling (v.r.). Außerdem wurde die Ehrenmedaille „Wöschelter Düvel“ verliehen. Einen Ehrenteller erhielten Bürgermeister Arno Nelles (vorne 2.v.l.) sowie (stehend) Martina Offermanns (2.v.l.), Winfried Hahn (4.v.l.), Theo Scherberich (2.v.r.) und Karl-Heinz Horbach (3.v.r.).Foto: Wolfgang Sevenich
 

Würselen. In einer würdigen, vom „Neuen Chor“ unter der Leitung von Christoph Leuchter gestalteten Feierstunde verabschiedete Bürgermeister Arno Nelles die Kollegen, die nach einer und mehr Legislaturperioden ehrenamtlichem kommunalpolitischem Engagement aus dem Rat ausgeschieden sind. Im Geiste von Trude Herr appellierte er an sie, „nicht so ganz zu gehen. Bringt Euch weiter ein, lasst uns nicht allein.“ Nelles ehrte die Ratsverordneten, die sich drei beziehungsweise vier Wahlperioden eingebracht haben, mit dem Ehrenteller oder dem Ehrenring der Stadt. Für alle Ausgeschiedenen und zu Ehrenden fand er in Dank und Anerkennung ihrer Arbeit lobende persönliche Worte.

Durch ihre Anwesenheit erwiesen ihnen und ihrer Arbeit Staatssekretär a.D. Achim Großmann und Ex-Bürgermeister Werner Breuer, aber auch der ehemalige Stadtdirektor Karl-Heinz Marschner sowie die Ex-Beigeordneten Georg Lompa, Winfried Camphausen und Ulrich Wigand die Ehre. Grüße aus Morlaix überbrachte Jean André, ein guter Freund der Würselener aus der Bretagne. Der Einladung des Bürgermeisters gefolgt war auch eine Reihe Ehrenringträger.

„Jeder, der ausscheidet, hinterlässt eine Lücke“, beklagte der Bürgermeister, dass es immer schwieriger werde, diese wieder zu schließen. Je weniger Bürger sich für das Wohl des Gemeinwesens engagierten, desto mehr nehme die Demokratie Schaden, gab er zu bedenken. Jeder einzelne Bürger müsse bereit sein, der Gesellschaft etwas von dem zurück zu geben, was er von ihr erhalten habe. Wie Demokratie vor Ort gelebt werde, zeigte der Bürgermeister an Beispielen auf. Er sei stolz darauf, dass es in Würselen immer noch viele Menschen gebe, die ihren Teil zum Wohl der Allgemeinheit beitragen.

18 ziehen sich zurück

Dann wandte er sich den 14 von 18 Ausgeschiedenen zu, denen er als Erinnerungs- und Abschiedsgeschenk die Ehrenmedaille „Wöschelter Düvel“ zum Geschenk machte: Hans Beckers (UWG), Paul Bock (SPD), Barbara Breuer (FDP), Gesine Breuer-Väisänen (CDU), Hans Burchatzki (CDU), Hans Göbbels (UWG), Peter Havers (CDU), Franz Jansen (FDP), Herbert Kaussen-Lingens (CDU), Gottfried Kern (CDU), Wolfgang Kern (SPD), Claudia Küppers (UWG), Christoph Simon (Bündnis 90/Die Grünen) und Ute Wendt (Bündnis 90/Die Grünen).

Den Ehrenteller für drei Legislaturperioden engagierter kommunalpolitischer Arbeit im Rat erhielten Winfried Hahn (SPD), Karl-Heinz Horbach (CDU), Martina Offermanns (CDU) und Theo Scherberich (UWG) sowie Bürgermeister Arno Nelles. Bei ihm waltete sein Stellvertreter Hahn seines Amtes. Hahn und Nelles verzichteten aus Kostengründen auf den Teller. Von den fünf Geehrten verabschiedeten sich zwei von der Ratsarbeit: Karl-Heinz Horbach und Martina Offermanns.

Den Ehrenring überreicht der Bürgermeister für vier Wahlperioden verdienstvolle Arbeit im Rat der Stadt an Hans-Josef Bülles (CDU), Anka Erdweg (Bündnis 90/Die Grünen), Harald Gerling (CDU) und der Landtagsabgeordneten Eva-Maria Voigt-Küppers (SPD). Hergestellt wurden die Ehrenringe vom Würselener Goldschmiedemeister Peter Wernekenschnieder. Anka Erdweg und Harald Gerling beendeten ebenfalls ihre Ratsarbeit. Alle Geehrten trugen sich ins goldene Buch ein.

Zu einem Umtrunk lud Bürgermeister Nelles nach der Feierstunde noch ins Foyer ein. In persönlichen Gesprächen lebten auch Erinnerungen an vergangene Zeiten mehr oder minder harter Arbeit im Rat und in den Ausschüssen auf, meist aber nur die schönen Seiten. (ehg)

Hier die Dankesrede von Anka Erdweg, die sie auf Wunsch des Bürgermeisters leider nicht halten konnte

Sehr geehrter Herr Bürgermeister Nelles, sehr geehrte Gäste!

Zuerst bedanke ich mich bei Ihnen, Herr Bürgermeister, für Ihre freundlichen Worte!  Dann danke ich Ihnen allen, verehrte Gäste, da Sie durch Ihr Erscheinen Ihr Interesse an den Rat unserer Stadt bekunden.

Bedanken möchte ich mich bei meiner Familie, ohne deren Rückhalt ich kaum die lange Zeit der politischen Arbeit tatkräftig hätte durchführen können.

Wichtig ist mir auch, mich bei den Grünen zu bedanken, bei Partei und Fraktion, die mir seit vielen Jahren politische Heimat sind.

Ein besonderer Dank geht noch an die stets hilfsbereiten Menschen in der Verwaltung. Bei Nachfragen fand ich stets freundliche Fachleute, die mir ausführlich und korrekt  meine Fragen beantworteten.

Sehr geehrte Damen und Herren, die engagierte Arbeit eines Mandatsträgers ist im wahrsten Sinne des Wortes  „Arbeit“ und mit beträchtlichem Zeitaufwand verbunden.

Aber bei aller Arbeit und den vielen Unwägbarkeiten – mir hat es fast immer Spaß gemacht. (Da wir ja hier unter uns sind, kann ich es Ihnen ja sagen, bei einigen Sitzungen  wäre ein Schmerzensgeld angebracht gewesen.) Wobei mir der menschliche Umgang miteinander – trotz unterschiedlicher politischer Meinung immer sehr wichtig war.

Was die Zusammenarbeit mit der Verwaltung betrifft, gute Ideen können durch die Kooperation mit der Verwaltung erfolgreich umgesetzt werden. Auch dann, wenn diese Vorstellung etwas Neues darstellt. Hierzu gehören z.B.  die qualitätsvollen Radierungen von Würselen die auf meine Anregung hin von russischen Künstlern aus St. Petersburg angefertigt wurden. Von der Stadt wurden diese dann zum Kauf angeboten-  aber auch als repräsentatives Gastgeschenk gerne überreicht. Alle 4 Blätter sind inzwischen fast vergriffen, eine ähnliche Aktion mit anderen Künstlern wäre sicher überlegenswert.

Da ich über einen längeren Zeitraum ehrenamtlich Asylbewerber betreut habe, war es für mich selbstverständlich, auch im Sozialausschuss dafür Sorge zu tragen, das Mögliche für Flüchtlinge zu erreichen. Dabei habe ich viel dazu gelernt.  

Die Zusammenarbeit mit dem Rechnungsprüfungsamt war ebenso wichtig und kooperativ. Im Rechnungsprüfungs Ausschuß  konnte ich durchaus  unbequem und in der Sache hartnäckig sein. Ein Beispiel kann ich hier nicht nennen, der Ausschuss ist nämlich nicht öffentlich.

Sehr geehrte Gäste, hier in Würselen ist das neue Rathaus so gestaltet worden, dass durch den Fußbodenbelag im Foyer Politik und Verwaltung an ihre verantwortungsvolle Arbeit für die Bürgerinnen und Bürger erinnert werden. Dieser ist nämlich, wie Ihnen vielleicht schon aufgefallen ist, mit den gleichen Pflastersteinen  ja mit dem gleichen Muster belegt wie der Morlaixplatz-  und dies ganz bestimmt kein Zufall!  Hier soll verdeutlicht werden, dass  Platz und Rathaus öffentlich sind, das Rathaus kann quasi als eine Art Fortsetzung der Straße gesehen werden, Beides ist uns allen zugänglich.  Bei jedem Eintritt ins Rathaus wird durch dieses Symbol hieran  erinnert, eine freiwillige  Verpflichtung für Verwaltung und Politik. Die Transparenz  ist hier besonders  hervorzuheben, denn  die Öffentlichkeit ist der Sauerstoff der Demokratie, wie Günther Grass es formulierte.

Zum Schluss wünsche ich allen Stadträten in der neuen Legislatur , dass sie ihr Wissen und ihre Persönlichkeit zum Wohle unserer Stadt einbringen. Die Bürgerinnen und Bürger werden dann bestätigen, dass durch diese Arbeit Würselen zu einer Stadt wurde, in der man gerne lebt und wohnt und die auch für Neubürger durchaus attraktiv ist.

Danke für Ihre Aufmerksamkeit.      

 


 

 


 

 

 

 

Sie sind zudem herzlich zu unseren nächsten Terminen, den Sprechstunden oder zu den regelmässigen Treffen eingeladen.



 

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