StadtTaubenprojekt ist erfolgreich
Bestände werden reguliert und Verunreinigungen nehmen ab
Dort wo sich eine Stadttaubenkolonie aufhält kommt es häufig zu Konflikten zwischen Mensch und Tier. So ärgerten sich auch die Anwohner und Geschäftsleute am Morlaixplatz und der Kaiserstrasse über die Hinterlassenschaften der Tauben. Um diese Probleme zu beheben wurde in der Vergangenheit allzu oft nach teuren Mitteln gegriffen die weder dauerhaft von Erfolg noch tiergerecht waren.
Eine nachhaltige und tierschutzgerechte Lösung ist das Konzept der kommunalen Taubenschläge. Dieses Konzept wird seit Jahren sehr erfolgreich in zahlreichen Städten (u.a. Aachen und Augsburg) angewandt, da sich zeigte, dass „konventionelle“ Maßnahmen wie die Tötung durch Auslegen von Giftködern und Vergrämung keine ausreichenden und langfristigen Erfolge brachten und außerdem mit enormen Kosten verbunden waren. Gerade deswegen wird diese Art des „kommunalen Taubenschlages“ vom Ministerium des Landes NRW als sinnvolles Konzept einer tierschutzgerechten und ökologisch natürlichen Bestandskontrolle der Stadttauben empfohlen.
Die Tiere bekommen in einem offenen Taubenschlag artgerechtes Futter und Nistmöglichkeiten geboten. Nur da, wo die Tiere brüten und schlafen, entstehen die übermäßigen Verunreinigungen, die somit im Schlag verbleiben und dort einfach entfernt werden können. Die Verunreinigungen in der Öffentlichkeit können daher um bis zu 80 % minimiert werden. Zudem werden die gelegten Eier der Tiere vor dem Anbrüten durch Gipsattrappen ausgetauscht, so dass mit einfachsten Mitteln langfristig der Bestand tierschutzgerecht verringert wird.
Dies waren auch die Gründe der GRÜNEN Fraktion, die Errichtung eines kommunalen Taubenschlages in Würselen zu beantragen. Nachdem dieser dann im Jahr 2008 von den freiwilligen Helfern des THW Alsdorf im Dachboden des Alten Rathauses errichtet wurde, zeigten sich schon sehr schnell erste messbare Erfolge.
Mittlerweile ist der kleine Schlag fast voll besetzt. Stadttauben aus einem Umkreis von etwa 500 m werden dort mit Futter angelockt und der größte Anteil ihrer Hinterlassenschaften verbleibt im Schlag. Es wurden mittlerweile viele hundert Eier ausgetauscht und somit der Bestand deutlich reduziert. Zudem wurden in den letzten zwei Jahren hunderte Kilogramm Kot aus dem Schlag entfernt, die so der Öffentlichkeit erspart blieben. Das Ergebnis ist deutlich sichtbar. Moralixplatz und Kaiserstrasse bleiben von den schlimmsten Verunreinigungen verschont, die Tiere sind gesund und ihre Anzahl hat sich verringert. Durch die mittlerweile sehr gute Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung sowie die ehrenamtliche Arbeit von Frau Haselmayr und Frau Knauf konnte dieses erfolgreiche Projekt aufrecht erhalten werden und so kann auch für die Zukunft eine saubere, tierschutzgerechte und kostengünstige Lösung des Stadttaubenproblems garantiert werden. Gesucht werden jedoch noch weitere Helfer, die dieses Projekt unterstützen möchten. Auch Futterspenden werden gerne im Alten Rathaus entgegengenommen. Interessierte können sich melden unter 02405/454864
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