Tierquälerei bei Wiesenhof
Wenn es um Geflügel geht, denken die meisten an Wiesenhof. Dank der Werbung ist die Marke in ganz Deutschland bekannt. Der Konzern hinter Wiesenhof, die PHW-Gruppe, ist Marktführer, produziert mehr als 270 Millionen Hühner pro Jahr. Woche für Woche werden etwa 4,5 Millionen Hähnchen geschlachtet. Das Versprechen: 'Wiesenhof setzt seit jeher besondere Maßstäbe in punkto Qualität, Sicherheit und Transparenz.' Top Qualität also zu einem günstigen Preis? Oder sieht die Wahrheit dahinter anders aus? Tierschützer kritisieren die Haltungsbedingungen, werfen dem Konzern Tierquälerei vor. Hier aus der ARD Mediathek die Sendung
Neue Vorsitzende
Kreismitgliederversammlung wählt Martine Kremer und Marc Peters
Die Mitgliederversammlung der städteregionalen Grünen wählte am 21.7. Martine Kremer und Marc Peters zu ihren neuen Vorsitzenden. Die beiden treten die Nachfolge von Ingrid von Morandell und Thomas Griese an, die aufgrund mandatsbedingter bzw. beruflicher Veränderungen ihre Ämter zur Verfügung gestellt hatten.

Martine und Marc bekennen sich beide voll und ganz zur Städteregion. Sie wollen den begonnen Weg weitergehen, die Grünen regionsweit zu einer festen Größe weiterzuentwickeln und das Zusammenwachsen der Partei in der Städteregion zu fördern. Aber auch landesweit möchten sie dem Kreisverband, der nach Köln der zweitgrößte KV in Nordrhein-Westfalen ist, mehr Gewicht verleihen. Die Stärkung der 11 Ortsverbände als tragende Kräfte liegt Marc besonders am Herzen, und Martine legt einen ihrer Schwerpunkte auf die Mitgliederentwicklung.
Martine Kremer wurde ohne Gegenkandidatin mit 65 Stimmen bei vier Nein-Stimmen mit großer Mehrheit gewählt. Marc Peters hat sich im ersten Wahlgang mit 39 Stimmen gegen seine zwei Gegenkandidaten Richard Gutermuth (Aachen) und Wolfgang Wetzstein (Würselen) durchgesetzt. Er hat die beiden Unterlegenen herzlich eingeladen im Kreisvorstand, der mitgliederoffen tagt, mitzuarbeiten.
Kundgebung gegen den «Horror der Atomtechnik»
(ger)
26.04.2011, 15:57 AN-Online
Würselen. 120.000 Menschen machten sich in ganz Deutschland auf, um bei verschiedenen Ostermärschen gegen Atomkraft zu demonstrieren. Vor der Würselener Kirche St. Sebastianus versammelten sich knapp 60 Kernkraftgegner zu einer Kundgebung der Grünen gegen die Nutzung der strahlenden Energiequelle. Hauptanlass der Demonstration war der 25. Jahrestag der Reaktorkatastrophe in Tschernobyl. Außerdem machten die jüngsten Vorfälle im japanischen Fukushima das Thema umso aktueller, wie der Organisator der Kundgebung, der Würselener Grüne Wolfgang Wetzstein, erklärte. Zum Gedenken an die Opfer der Nuklear-Unfälle bat Wetzstein die Demonstranten um eine Schweigeminute.

Nachdem die Atom-Gegner 60 Sekunden innegehalten hatten, brachen sie das Schweigen. Sie skandierten lauthals: «Abschalten, abschalten!». Dazu ertönten Trillerpfeifen und Rasseln. Das sei es, was man auf lokaler Ebene gegen Atom-Energie tun könne, erklärte Wetzstein: «Wir können hier Flagge zeigen und unsere Meinung sagen.»
Seine Meinung sagte dann auch der stellvertretende Städteregionsrat Dr. Thomas Griese. Er erklärte, dass man noch immer mit den Spätfolgen des Unglücks in Tschernobyl zu kämpfen habe. «Der Horror der Atomtechnik ist noch lange nicht vorbei. Das wirkt noch über Generationen nach.» Der Grüne forderte einen möglichst schnellen Ausstieg aus der Kernkraft: «Die Opfer mahnen uns, dass es mit der Atomkraft nicht weitergehen kann, wie bisher.» Denn Fukushima habe gezeigt, dass ein Atom-GAU («Größter Anzunehmender Unfall») nicht nur mit den Sicherheitsmaßstäben in der Ukraine der 1980er Jahre passieren kann.
«Die Vorfälle haben uns gezeigt, dass die Menschen bei Naturkatastrophen machtlos sind, wenn sie sich von einer Hochrisikotechnologie abhängig machen», sagte Renate Knauf, Fraktionsvorsitzende der Grünen im Würselener Stadtrat. Griese forderte, auch auf lokaler Ebene mehr für erneuerbare Energien zu tun. Ein gutes Beispiel sei die im Bau befindliche Bio-Gas-Anlage in Würselen. Diese könne in Zukunft 6000 Menschen mit «nachhaltiger, umweltfreundlicher und kostengünstiger Energie» versorgen.
AN 09.10.2010
Würselen soll stark aufblühen
Jamaika-Bündnis will aus städtischen Grünstreifen ökologisch wertvolle Flächen machen. Damit soll auch der Pflegeaufwand reduziert werden.
Würselen. „Blühende Landschaften“ sollen demnächst in der Stadt entstehen. Auf Antrag der Kooperation aus CDU, FDP und Bündnis 90/Die Grünen sollen nämlich Blühstreifen beziehungsweise Blühflächen auf städtischen Grünflächen angelegt werden. Außerdem soll ein komplementäres Maßnahmenkonzept zum Schutz von Insekten erstellt werden. Hierbei soll – so die Grünen-Fraktionsvorsitzende Renate Knauf im Betriebsausschuss – je nach ökologischer Wertigkeit der Flächen zwischen verschiedenen Saatmischungen ausgewählt werden. Besonders schöne und bunte Saatmischungen sollten insbesondere auf Kreisverkehren oder an Ortseingangsbereichen verwendet werden. Es sollten einheimische Saatmischungen bevorzugt werden, deren Pflegeaufwand gering ist, so dass langfristig Pflegekosten eingespart werden können.
Renate Knauf begründete für die Kooperation den Antrag damit, „dass unsere Kulturlandschaft sich in den letzten Jahren deutlich verändert hat“. Die Nutzung der Umwelt sei in jeder Hinsicht intensiver, die Landschaft sei mittlerweile fast blütenlos geworden. Wildkräuter und Wildblumen würden bekämpft und seien nur noch selten zu finden. Diese Entwicklung sei mit verheerenden Folgen für die Insekten verbunden, deren Nahrungsangebot weitgehend vernichtet worden sei. Durch die negative Entwicklung der Kulturlandschaften hätten sich – so Knauf weiter – in den letzten Jahrzehnten die Lebensbedingungen der die Blüten bestäubenden Insekten dramatisch verschlechtert. „Überdeutlich ist dies an den hohen Verlusten der Honigbienenvölker in den letzten Jahren zu erkennen.“
Wie die Grünen-Chefin weiter darlegte, spreche nicht nur die ökologische Bedeutung oder ihr schöner Anblick für die Anlage von Blühstreifen beziehungsweise Blühflächen. Sie habe auch eine wirtschaftliche Komponente. Der Pflegeaufwand sei je nach verwendeter Samenmischung deutlich geringer als der von Grünstreifen. Alle Flächen sollten nach dem Abblühen zum Jahresende nämlich nur einmal abgemäht werden.
Landwirte motivieren
Aber nicht nur die Stadt soll einen Beitrag zum Naturschutz leisten, auch Landwirte sollen motiviert werden, Naturschutz mit in ihre Arbeit zu integrieren. Es existieren laut Renate Knauf schon einige Förderprojekte des Bundes. Fördergelder gebe es für die Anlegung von Blühflächen beziehungsweise Blühstreifen auf den Seitenrändern oder die naturnahe Nutzung ihrer Ackerflächen. Diese Maßnahmen sollten den Landwirten von der Stadt ausdrücklich empfohlen werden.
Aus ökologischer und auch aus ökonomischer Sicht begrüßte der Betriebsleiter der Kommunalen Dienstleistungsbetriebe Würselen (KDW) Franz-Josef Mahr den gestellten Antrag. Mittelfristig sei, das räumte er ein, eine personelle und finanzielle Entlastung durch verringerte Unterhaltungs- und Pflegearbeiten zu erwarten. Was auch zwingend notwendig sei, da der KDW stets neue Flächen zur Pflege übertragen werden, ohne eine personelle Aufstockung zu erfahren. Mahr riet jedoch, von einer Umgestaltung der von der KDW unterhaltenen Kreisverkehre Abstand zu nehmen. Erst vor kurzer Zeit seien sie unter gleichzeitiger Berücksichtigung der Funktionalität und der Reduzierung des Pflegeaufwands umgestaltet worden. Eine dem Antrag gemäße Gestaltung der Kreisverkehre K 34 (Osttangente) müsse durch den Landesbetrieb Straßenbau erfolgen, da ansonsten die Unterhaltungspflicht auf die Stadt übergehen würde.
Der Ausschuss einigte sich einvernehmlich darauf, dass die KDW geeignete Flächen für die Aussaat von Wildblumen und Wildkräutern ermitteln soll. Sie sollen in der Sitzung am 28. Oktober vorgestellt und zur Abstimmung vorgelegt werden. (ehg)
StadtTaubenprojekt ist erfolgreich
Bestände werden reguliert und Verunreinigungen nehmen ab
Dort wo sich eine Stadttaubenkolonie aufhält kommt es häufig zu Konflikten zwischen Mensch und Tier. So ärgerten sich auch die Anwohner und Geschäftsleute am Morlaixplatz und der Kaiserstrasse über die Hinterlassenschaften der Tauben. Um diese Probleme zu beheben wurde in der Vergangenheit allzu oft nach teuren Mitteln gegriffen die weder dauerhaft von Erfolg noch tiergerecht waren.
Renate Knauf
Eine nachhaltige und tierschutzgerechte Lösung ist das Konzept der kommunalen Taubenschläge. Dieses Konzept wird seit Jahren sehr erfolgreich in zahlreichen Städten (u.a. Aachen und Augsburg) angewandt, da sich zeigte, dass „konventionelle“ Maßnahmen wie die Tötung durch Auslegen von Giftködern und Vergrämung keine ausreichenden und langfristigen Erfolge brachten und außerdem mit enormen Kosten verbunden waren. Gerade deswegen wird diese Art des „kommunalen Taubenschlages“ vom Ministerium des Landes NRW als sinnvolles Konzept einer tierschutzgerechten und ökologisch natürlichen Bestandskontrolle der Stadttauben empfohlen.
Die Tiere bekommen in einem offenen Taubenschlag artgerechtes Futter und Nistmöglichkeiten geboten. Nur da, wo die Tiere brüten und schlafen, entstehen die übermäßigen Verunreinigungen, die somit im Schlag verbleiben und dort einfach entfernt werden können. Die Verunreinigungen in der Öffentlichkeit können daher um bis zu 80 % minimiert werden. Zudem werden die gelegten Eier der Tiere vor dem Anbrüten durch Gipsattrappen ausgetauscht, so dass mit einfachsten Mitteln langfristig der Bestand tierschutzgerecht verringert wird.
Dies waren auch die Gründe der GRÜNEN Fraktion, die Errichtung eines kommunalen Taubenschlages in Würselen zu beantragen. Nachdem dieser dann im Jahr 2008 von den freiwilligen Helfern des THW Alsdorf im Dachboden des Alten Rathauses errichtet wurde, zeigten sich schon sehr schnell erste messbare Erfolge.
Mittlerweile ist der kleine Schlag fast voll besetzt. Stadttauben aus einem Umkreis von etwa 500 m werden dort mit Futter angelockt und der größte Anteil ihrer Hinterlassenschaften verbleibt im Schlag. Es wurden mittlerweile viele hundert Eier ausgetauscht und somit der Bestand deutlich reduziert. Zudem wurden in den letzten zwei Jahren hunderte Kilogramm Kot aus dem Schlag entfernt, die so der Öffentlichkeit erspart blieben. Das Ergebnis ist deutlich sichtbar. Moralixplatz und Kaiserstrasse bleiben von den schlimmsten Verunreinigungen verschont, die Tiere sind gesund und ihre Anzahl hat sich verringert. Durch die mittlerweile sehr gute Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung sowie die ehrenamtliche Arbeit von Frau Haselmayr und Frau Knauf konnte dieses erfolgreiche Projekt aufrecht erhalten werden und so kann auch für die Zukunft eine saubere, tierschutzgerechte und kostengünstige Lösung des Stadttaubenproblems garantiert werden. Gesucht werden jedoch noch weitere Helfer, die dieses Projekt unterstützen möchten. Auch Futterspenden werden gerne im Alten Rathaus entgegengenommen. Interessierte können sich melden unter 02405/454864
Konzept zur Nutzung des Alten Rathauses gefordert
An-Online vom 22.7.2010 (ehg)
Würselen. Bereits Anfang des Jahres hatte die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen zwei Anträge zur erweiterten kommerziellen Nutzung des Alten Rathauses gestellt.

Jetzt wurden sie zwar auf die Tagesordnung des Kulturausschusses gesetzt. Jedoch empfahl die Verwaltung, «zum derzeitigen Zeitpunkt von einer Beratung Abstand zu nehmen».
Dazu hieß es: «Ziel der Überlegungen müsse es sein, die Zukunft des Kulturzentrums Altes Rathaus unter Berücksichtigung beziehungsweise trotz der drohenden Überschuldung des städtischen Haushalts nachhaltig und langfristig zu sichern.»
Hierzu zählten - so 1. Beigeordneter Werner Birmanns - nicht nur kulturelle Angebote, sondern auch der Fortbestand der Stadtbücherei sowie der Jugendkunst- und Musikschule. Im Rahmen einer Neukonzeptionierung sei eine Einbindung der Kulturstiftung unabdingbar.
Anka Erdweg
Dass von der Verwaltung noch kein tragfähiges Konzept zur weiteren Vermarktung des Alten Rathauses vorgelegt wurde, rief nicht nur die Sprecherin der Bündnisgrünen, Anka Erdweg, auf den Plan. Für sie sei es nicht nachvollziehbar, dass sich die Stadt die daraus zu erzielenden Einnahmen entgehen lasse.
Ultimativ forderte sie bis zur nächsten Sitzung am 29. September «ein tragbares Konzept». Dass in den Ferien belastbare Zahlen dafür ermittelt werden sollen, sagte Birmanns zu, ein Konzept, das über Jahre trage, sei bis dahin jedoch nicht zu erstellen.
In kleinen Schritten den Fortbestand des Alten Rathauses als Kulturzentrum zu sichern, regte daraufhin die Bündnisgrüne Ute Wendt an, wie im Antrag ihrer Fraktion gefordert.
Ausschuss-Vorsitzender Hans-Josef Bülles konnte nicht verstehen, warum auf die Kulturstiftung gewartet werden solle. Vermarktung und Kulturstiftung seien doch zweierlei Paar Schuhe.
Daraufhin der Beigeordnete: Er wolle ein groß angelegtes Konzept, damit das Alte Rathaus nicht eines Tages geschlossen werden müsse. «Wenn wir vor der Kommunalaufsicht bestehen wollen, dann müssen wir Butter bei die Fische tun!»
Was eine Erweiterung der Vermarktung anbetreffe, lege er sich nicht quer. Vielmehr sagte er die Vorlage eines Konzeptes nach den Ferien zu. Womit der Ausschuss am Ende leben konnte.
Für die Entwicklung eines Gesamtkonzeptes räumte er dem Beigeordneten einen größeren Zeitraum ein.
Dauerthema „Hundekot“
Da die Würselener „Jamaika“-Kooperation beantragen will, dass für nicht weggeräumten Hundekot 35 Euro zu berappen sind, könnte man auf die Idee kommen, dass diese neue Gebühr auf der Suche nach Notstopfen für das Haushaltsloch geboren sein könnte. Doch dagegen verwahrt sich die Fraktionsvorsitzende der GRÜNEN heftig: „Nicht entfernter Hundekot auf Gehwegen und in Grünanlagen ist vielen Bürgern ein ‚Dorn im Auge’. Über kaum eine Angelegenheit beschweren sich die Mitbürgerinnen und Mitbürger häufiger und eindringlicher als über diese unangenehmen Hinterlassenschaften. Auch die KDW beklagt eine Zunahme der Verschmutzungen durch Hundekot. Jeder Hundebesitzer ist schon jetzt verpflichtet, die Hinterlassenschaft seines Tieres zu entfernen. Ein hinterlassener Hundehaufen ist daher kein Kavaliersdelikt, sondern eine Ordnungswidrigkeit, die mit einem Verwarngeld und im Wiederholungsfall mit einem Bußgeld geahndet werden kann. Leider sind nicht alle Tierhalter verantwortungsbewusst und manche lassen ihre Tiere selbst auf dem Gehweg der Kaiserstrasse ihr „Geschäft“ verrichten und sorgen damit für großen Unmut der übrigen Passanten. Die Stadt Würselen soll daher ein Verwarngeld in Höhe von 35 Euro anordnen, wenn verantwortungslose Hundebesitzer ihrer Verpflichtung nicht nachkommen und die Hinterlassenschaften ihrer Tiere nicht entfernen.“ Schon jetzt gilt in der Stadt Würselen laut ordnungsbehördlichen Verordnung: „Wer auf Verkehrsflächen oder in Anlagen Tiere, insbesondere Pferde und Hunde, mit sich führt, hat die durch die Tiere verursachten Verunreinigungen unverzüglich und schadlos zu beseitigen.“ Diese Verordnung soll nun ergänzt werden: „Hierzu ist ein geeignetes Behältnis mitzuführen und auf Verlangen den Mitarbeitern des Ordnungsamtes vorzuweisen. Wird kein geeignetes Behältnis mitgeführt, soll ein Verwarngeld von 10 Euro erhoben werden.“ So wird es übrigens schon in Herzogenrath gehandhabt.
Würselen bekennt sich zur 'Modellregion für Umwelt- und Klimaschutz'!
Das «Jamaika»-Bündnis hat einen Vertrag
An-Online von Georg Pinzek 05.03.2010, 17:40
Würselen. Die Zusammenarbeit im Würselener Stadtrat zwischen Schwarz, Gelb und Grün ist jetzt auch offiziell besiegelt. Lange wurde verhandelt. Von einem «guten Tag für Würselen» war wieder die Rede - wie es solchen Anlässen eben entspricht.

Kommunalpolitiker von Schwarz, Gelb und Grün präsentierten sich und den Kooperationsvertrag für das Jamaika-Bündnis im Rathaus am Freitag in demonstrativer Harmonie und allerbester Stimmung. Beteuert wurde dabei das gegenseitige Vertrauen als Basis für eine erfolgreiche und vor allem dauerhafte Zusammenarbeit.
Schon einmal - Wochen nach der Wahl im August 2009 - stand der Vertrag kurz vor den Unterschriften. Die Grünen meldeten kurz vor Toresschluss Bedenken an. Sechs Monate nach dem Wahlergebnis ist es nun so weit. Karl-Jürgen Schmitz (CDU), Hans Carduck (FDP) und Renate Knauf (Grüne) besiegelten mit ihren Unterschriften die politische Zusammenarbeit, die ihre Praxistauglichkeit, wie Schwarz-Gelb-Grün unisono betonen, seit der konstituierenden Sitzung des Rates mehrfach unter Beweis gestellt habe.
Renate Knauf freute sich über das Ergebnis. Auch wenn es lange gedauert habe: «Es hat sich wirklich gelohnt.» Mit großer Mehrheit habe die Basis den Vertrag gebilligt. «Vorurteile, dass Grüne und FDP nicht miteinander können, haben wir widerlegt», sagte Carduck. Denn: «Wir wollen gemeinsam für Würselen Politik machen.» Der Liberale legte Wert darauf: «Dass Jamaika keinesfalls eine Koalition gegen den Bürgermeister ist».
«Die Verhandlungen haben so lange gedauert, nicht weil wir uns wie die Kesselflicker gestritten haben, sondern weil wir die Konsequenzen aus dem ersten, nicht gelungenen Anlauf gezogen haben», erklärte Karl-Jürgen Schmitz. Missverständnisse seien ausgeräumt worden, dabei hätten sich die Partner sehr intensiv mit den Sachthemen auseinandergesetzt. Schmitz: «Wir sind uns unserer Verantwortung, eine positive Stadtpolitik fortzusetzen, sehr bewusst.»
Oberste Priorität, so wurde vereinbart, hat der Schuldenabbau. Als langfristiges Ziel formulieren die «Jamaikaner» eine schuldenfreie Stadt. Dafür wollen CDU, FDP und Grüne eine ständige Finanzkommission bilden.
In Sachen Stadtentwicklung soll es im Schatten von Sankt Sebastian endlich weitergehen. Das Eingangstor soll seiner städtebaulichen Bedeutung entsprechend gestaltet werden. Dabei sei die Option einer baulichen Fassung des Bereichs zwischen Sebastianusstraße und der Pfarrkirche «vorrangig in Betracht zu ziehen, wobei bei der Verwirklichung die Blickbeziehungen auf die Pfarrkirche angemessen zu berücksichtigen sind.» Die Planung soll in Abstimmung mit der Pfarrei erfolgen und im Dialog mit den Bürgern konkretisiert werden.
Pressemitteilung
CDU und FDP verhindern Tierschutzverbandsklagerecht in NRW
Die Fraktionsvorsitzende der Würselener GRÜNEN, Renate Knauf, meldet sich zur Ablehnung des Tierschutzverbandsklagerechts durch die schwarz-gelbe NRW-Regierungskoalition zu Wort:
„CDU und FDP haben den Antrag von Bündnis 90/Die Grünen auf Einführung der Tierschutzverbandsklage in Nordrhein-Westfalen endgültig abgelehnt und somit wieder mal in aller Deutlichkeit gezeigt, welchen geringen Stellenwert der Tierschutz für sie hat.
Würselen, den 28.1. 2010
Bündnis90/DIE GRÜNEN, Fraktion im Rat der Stadt Würselen
Pressemitteilung zur derzeitigen Situation der Zusammenarbeit der GRÜNEN Fraktion mit den anderen Ratsfraktionen
Renate Knauf, Fraktionssprecherin
Bündnis 90/Die Grünen, OV Würselen
Pressemitteilung zur Aufkündigung der „Jamaika“-Kooperation
Würselen, den 3.11. 09
i.A.
Bündnis 90/Die Grünen, Fraktion im Rat der Stadt Würselen
Würselen, den 18. 11. 2009
Renate Knauf, Fraktionsvorsitzende
Leserbrief zu „SPD will mit den Bürgern planen“, AN, 24. 07.09
Völlig unverständlich ist die SPD-Aussage: „Dass trotz mehrfacher Aufforderungen des Rats die Entlastung des Marktes und der Kaiserstraße vom Durchgangsverkehr nicht weiter verfolgt wurde, ist ein Unding.“ Der SPD, seit zwei Jahren in der Regierungskoalition, wäre es ein Leichtes gewesen, genau dieses selbst verschuldete Problem zu lösen. Doch was tat die SPD: sie blockte jeden Versuch ab, endlich am Markt die Einbahnregelung durchzusetzen, wies jedoch gleichzeitig in der Zeitung auf die Gefährdung von an dem Wasserlauf spielenden Kindern durch den Zweibahnverkehr hin. Welch eine Schizophrenie!
Im Zusammenhang mit der Neugestaltung am Markt ist die Aussage von Bürgermeisterkandidat Nelles: „Wir müssen weg von Projekten, die und viel Geld kosten.“ ebenso unverständlich, denn die Umplanung der Markttrasse für den Zweibahnverkehr, der Baustopp wegen der zwischenzeitlich von SPD und UWG geplanten Verlegung der Sebastianusstraße, die mehrfachen provisorischen Verkehrsführungen vor St. Sebastian und der Verlust von Fördergeldern durch die Weigerung der SPD, den letzten Bauabschnitt am Markt voran zu bringen, hat uns Steuerzahlern völlig unnötig sehr viel Geld gekostet.
Auch Christoph Küppers (SPD) betreibt in seinem sogenannten 'Impulsreferat' Vernebelungstaktik, wenn er zum Kalkhaldenprojekt behauptet, hier „sei es den Sozialdemokraten gelungen, eine abgespeckte Realisierung durchzusetzen.“ Wahr ist, dass durch die von der SPD geforderte Umplanung der Bebauung am Kalkhaldenfuß zum Singergelände hin der zweite Bauabschnitt des Kalkhaldenprojekts so teuer für die Stadt wird, dass eine Realisierung ungewiss ist. A propos Singergelände: hier tönt die SPD: „Die Entwicklung dieser Brachfläche ist die zentrale Aufgabe der innerstädtischen Entwicklung in den nächsten Jahren.“ Wahr ist, dass dieses Gelände sich schon längst in einem fortgeschrittenen Entwicklungsstadium befinden könnte, wenn die SPD die Diskussion und Verabschiedung der vorhandenen Pläne, die der ehemalige Beigeordnete Wigand immer wieder auf die Tagesordnung des Stadtentwicklungsausschusses gesetzt hatte, nicht dauernd verzögert hätte.
Wahlkampf hin, Wahlkampf her - man sollte nicht mit Steinen schmeißen, wenn man im Glashaus sitzt.
Renate Knauf tritt als Bürgermeisterkandidatin an
Das eigene Profil schärfen und die Erfolge besser herausstellen, das ist die Zielsetzung der Würselener Grünen im Kommunalwahlkampf. Christoph Simon und Bernd Parschmann, Sprecher des Ortsverbandes der Würselener Bündnis-Grünen, stellten am 1. Juli Renate Knauf als Bürgermeisterkandidatin für die Wahlen am 30. August vor.
“Wir stehen für einen eigenständigen Wahlkampf.“ erklärte Christoph Simon.Um einen unabhängigen Wahlkampf führen zu können, brauche man eine eigene Spitzenposition. „Für diese Position ist Renate Knauf, die die Grüne Fraktion führt, die beste Besetzung.“ so Christoph Simon. Bernd Parschmann betont, dass die Fraktionschefin einstimmig als Grüne Bürgermeisterkandidatin gewählt wurde.
Renate Knauf ist Dipl. Kauffrau und Doktorandin der Wirtschaftswissenschaften. Ihre politischen Schwerpunkte liegen insbesondere im Bereich Stadtentwicklung, Verkehr, Ökologie und Tierschutz. Seit Februar 2009 haben die Grünen im Würselener Rathaus mit ihr eine kompetente Fraktionsvorsitzende.
Renate Knauf zu Ihren Zielen in der Würselener Kommunalpolitik: „Ich möchte für eine bürgernahe Politik stehen, die den Menschen die Politik unserer Stadt wieder ein Stück näher bringen soll. Außerdem halte ich vorausschauendes Planen und Handeln für unverzichtbar da wir auch für nachfolgende Generationen die Verantwortung tragen. Das gilt nicht nur für den Bereich Umwelt und Klimaschutz sondern auch dafür, dass wir unseren Kindern nicht die finanzielle Schuldenlast für unser Leben hinterlassen dürfen.“ Und Knauf hebt hervor:
„Ökonomie und Ökologie schließen sich nämlich nicht gegenseitig aus, sondern sind eng miteinander verbunden und bauen aufeinander auf.“
Würselen, den 16.06.09
Schon in der letzten Ratssitzung hatte die GRÜNE Fraktion in Erweiterung eines Antrages der UWG den Vorschlag gemacht, gemeinsam mit allen Fraktionen die freiwilligen Ausgaben auf den Prüfstand zu stellen, um in der prekären Haushaltssituation der Stadt Würselen alle Sparmöglichkeiten auszuschöpfen. Die Sprecher der großen Koalition aus CDU und SPD reagierten aber sehr hinhaltend mit dem Hinweis, man könne ja im Haupt- und Finanzausschuss verstärkt über Einsparmöglichkeiten reden, ohne jedoch konkret die Sache anzupacken.
Daraufhin forderte die Fraktion Bündnis90/DIE GRÜNEN offiziell in einem Antrag an den Bürgermeister, „den gesamten Ausgabenbereich, beginnend mit den freiwilligen Ausgaben, zu überprüfen und nach Einsparungsmöglichkeiten zu durchsuchen. Diese Überprüfung soll in Zusammenarbeit mit der Verwaltung und allen Fraktionen in einer Arbeitsgruppe erfolgen.Die in der nicht-öffentlichen Arbeitsgruppe vorbereiteten Beschlüsse sollen im Rat beschlossen werden.“ zitiert die Fraktionssprecherin Renate Knauf aus dem Antrag. Und zur Begründung führt sie aus: „Aufgrund der schlechten Haushaltsituation und der drohenden Überschuldung unserer Stadt sind uns vom Innenminister Vorgaben genannt worden, die uns verpflichten, alle uns zur Verfügung stehenden Möglichkeiten zu ergreifen, um diese finanzielle Situation zu entschärfen. Hierzu gehören die Überprüfung der Ausgaben und die Suche nach sinnvollen Einsparungsmöglichkeiten.“
Doch Bürgermeister Breuer will den Antrag mit Hinweis auf die Beratungen in der letzten Ratssitzung nicht zur Abstimmung stellen, teilte er der Fraktion mit. Dazu Renate Knauf: „In jeder Haushaltsrede wird groß posaunt: ‚Alles muss auf den Prüfstand!’ doch den Worten lässt man keine Taten folgen, die dringend nötig wären, aber beim Wähler vor der Wahl schlecht ankommen könnten.“
Anka Erdweg, grüne Stadtverordnete, ergänzt: „Die Folge wird sein, dass nach der Wahl die Stadt nur über einen Nothaushalt verfügen kann und der Rat keinerlei finanzielle Entscheidungsmöglichkeiten mehr hat, um z. B. Kulturveranstaltungen, Jugendtreffs oder die Betriebskosten von Sportstätten für Vereine zu finanzieren.
i. A. Dr. Ansgar Klein, Pressesprecher
Renate Knauf ist Fraktionssprecherin von Bündnis 90/Die Grünen.
Renate Knauf: Neben unseren Schwerpunkten im Bereich Bildung und Soziales setzen wir uns für nachhaltige und zukunftsweisende Energiekonzepte ein. Bei der Entwicklung neuer Baugebiete und der Sanierung alter Bausubstanz sollte gleich zu Beginn der Einsatz regenerativer Energien eingeplant werden. Aufgrund der steigenden Verkehrsbelastung ist es dringend notwendig, zukunftsfähige Verkehrstrukturen zu schaffen. Wir fordern eine schnelle, bequeme und preiswerte Mobilität auch ohne PKW. Hierzu gehören die Optimierung des Radwegekonzeptes, eine Stärkung des ÖPNV sowie die Verringerung von Durchgangsverkehren in der Innenstadt und in Broichweiden. Ein wichtiges Thema wird der städtische Schuldenabbau sein. Wir fordern daher eine Straffung der Verwaltung unter anderem durch deutlichen Hierarchieabbau. Eine weitere Möglichkeit ist der von der damalig schwarz-grünen Koalition gefasste Beschluss, für Neubaugebiete vorrangig nur städtische Grundstücke, unter dem Gesichtspunkt des tatsächlichen Bedarfes für Wohnbauflächen, zu vermarkten und keiner Klientelbedienung den Vorzug zu geben. So könnte zudem verhindert werden, dass sich Spekulanten aufgrund kommunalpolitischer Entscheidungen z.T. erheblich bereichern können.
Renate Knauf: Bei den Listenwahlen der Grünen hat Dieter Griemens nicht den von ihm gewünschten Platz erreicht und trat daraufhin als Fraktionssprecher zurück. Wir sind thematisch und fachlich sehr gut aufgestellt und hoffen zuversichtlich auf vier Sitze im neuen Stadtrat.
Renate Knauf: Durch die südliche Dachausrichtung bei Neubauten ist die Nutzung von Solarenergie möglich. Zudem setzen wir auf den Einsatz von Erdwärme, Kraft-Wärme-Kopplung und weiteren regenerativer Energien. Nur solche modernen Wohnanlagen und -konzepte sind zukunftsfähig und werden künftig aufgrund steigender Energiepreise verstärkt nachgefragt. Des Weiteren sollte die Stadt ihre öffentlichen Gebäude durch Energieeinsparungsmaßnahmen wie z.B. durch Wärmedämmung etc. optimieren und somit ihrer Vorbildfunktion nachkommen. Wir begrüßen außerdem die von den Kreis Grünen initiierte Biogasanlage, die zukünftig ausschließlich mit den Bioabfällen aus Stadt- und Kreis Aachen viel Energie produzieren wird.
Renate Knauf: Die katastrophale Situation am Markt ist das Ergebnis der Politik der großen Koalition. Wir stehen nach wie vor zur ursprünglich geplanten Einbahnregelung, die dieser chaotischen und auch gefährlichen Verkehrssituation ein Ende bereiten kann.
Renate Knauf: Hierbei sind der Tier-, Arten-, Umwelt- und Verbraucherschutz meine Schwerpunkte. Tier- und Artenschutz beinhalten den Umweltschutz und auch Bereiche des Verbraucherschutzes, wenn man beispielsweise an die von Grüner Seite geforderte Kennzeichnungspflicht für tierschutzgerecht erzeugte Lebensmittel denkt. Leider wird der Tierschutz immer noch viel zu häufig wirtschaftlichen Interessen untergeordnet. Im Rahmen meiner wirtschaftswissenschaftlichen Doktorarbeit befasse ich mich mit den Themenbereichen Ökonomie und Tierschutz, die sich nämlich keinesfalls gegenseitig ausschließen müssen. Für eine sinnvolle und gerechte Verbindung dieser Themenbereiche möchte ich mich verstärkt in Europa einsetzen.
Abschied von Ulrich Wigand
Aachener Nachrichten Online 18.02.2009

Würselen. «Sie haben als Technischer Beigeordneter der Stadt auf der einen und als Kommunalpolitiker auf der anderen Seite Stein auf Stein gesetzt und die Entwicklung Würselens vorangetrieben.» Dieses Lob zollte Bürgermeister Werner Breuer dem scheidenden Wahlbeamten Ulrich Wigand.
Bei Abschied vom Rathaus traten zahlreiche Weggefährten ans Rednerpult. Breuer: «Ihm ist es vergönnt gewesen, in seiner achtjährigen Dienstzeit an zahlreiche richtungsweisende Projekten Hand anzulegen.»
Dabei habe der Technische Beigeordnete nicht nur seinen Dienst getan. «Sie haben sich für unsere Stadt über alle Maßen eingesetzt.» Breuer, der in Sachthemen mit Wigand nicht immer einer Meinung war, ließ keinen Zweifel daran: «Es geht ein Mann, der Spuren hinterlässt. Dieses Spuren werden noch lange Zeugnis von seiner Arbeit hier im Rathaus ablegen.»
Er versicherte dem scheidenden Technischen Beigeordneten, das Geld der Stadt «nicht mit der Schubkarre aus dem Rathaus heraus gefahren» zu haben. «Sie haben beispielhaft Fördergelder nach Würselen geholt.»
Zwar habe er dabei «nicht immer die Folgekosten im Auge gehabt», wohl aber die für die Zukunft der Stadt wichtigen Maßnahmen. «Sie werden nicht nur mir, sondern allen Bürgern, die ihre Arbeit von sachlicher und nicht von der parteipolitischer Seite betrachten, noch lange positiv in Erinnerung bleiben.»
Breuer freue sich bereits auf ein Wiedersehen beim Spatenstich zur Kreisstraße 34, der Osttangente, am 3. April, «die Sie bis kurz vor Realisierung maßgeblich betreut und vorangetrieben haben».
Das Wort ergriff auch der SPD-Fraktionsvorsitzende Stefan Mix. «Es war nicht immer ganz einfach mit uns und mit Ihnen», sagte er, dankte Wigand jedoch für die während seiner achtjährigen Amtszeit geleistete Arbeit und wünschte ihm Glück und Erfolg für die Zukunft.
«Sie können jederzeit erhobenen Hauptes durch die Stadt gehen», bescheinigte der CDU-Vize-Fraktionsvorsitzende Hans Burchatzki dem Technischen Beigeordneten.
Dieser habe die Diskussionen um seine Person «stets mit großer Gelassenheit» ertragen. Offen und fair sei die Zusammenarbeit gewesen, sagte UWG-Fraktionsvorsitzender Walter Quadflieg.
Im Namen der Grünen-Fraktion verabschiedete die frisch gewählte Sprecherin der Fraktion, Renate Knauf, einen Mann, «der das Gesicht unserer Stadt in einer so kurzen Zeit so umfassend zum Positiven verändert hat wie kein anderer vor ihm in diesem Amt».
Sie nannte eine Reihe von Beispielen, die verdeutlichten, warum es die Grünen bedauern, «dass ein solch fähiger und engagierter Arbeiter für unsere Stadt nun geht». Da Wigand viele Millionen an Fördergeldern «mit der Schubkarre nach Würselen hineingekarrt» habe, machte «seine» Fraktion ihm symbolisch eine Schubkarre mit Apfelbaum der Sorte «Geheimrat Oldenburg» zum Geschenk. Die sei «besonders resistent gegen jegliche Giftattacken aus dem Nachbargarten», so Knauf. Damit er sich bei diesem Anblick an eine erfolgreiche Zeit in Würselen erinnern könne.
«Wir haben in der Zusammenarbeit mit Ulrich Wigand vieles lernen können», bedauerte es der mittlerweile partei- und fraktionslose Dieter Griemens, dass die acht Jahre «so schnell zu Ende gegangen» seien. Ein originelles Präsent hatte die FDP-Sprecherin Dr. Elisabeth Hovestadt für den Scheidenden parat: eine Wärmelampe mit der Aufschrift «förderschädlich», einem Lieblingswort von Wigand.
Auch Manfred Wirtz, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Handel, Handwerk, Gewerbe und Industrie, bedankte sich: «Sie haben die Innenstadt am Leben erhalten.» Man könne sich nur wundern, was in acht Jahren gemeinsam mit Wigand geschaffen worden sei, meldete sich Fachbereichsleiter Manfred Schmitz-Gehrmann zu Wort, wobei er Wigands «Gradlinigkeit und Zielstrebigkeit» lobte.
Für die «freundlichen Worte und freundlichen Übertreibungen» bedankte sich der nicht wiedergewählte Technische Beigeordnete. Freilich ohne das alles das zu sagen, «was ich in den vergangenen acht Jahren nicht sagen durfte». Er sei dankbar, wenn nicht nur das nachhaltig bleibe, was in Stein gemeißelt worden sei, sondern auch das, was an Lernprozessen auf den Weg gebracht worden sei. «Ich wünsche mir, dass die angestoßenen Prozesse auf hohem Niveau weiter geführt werden.» Für ihn gehe nach 16 Jahren Tätigkeit in Nordkreis-Kommunen eine Zeit zu Ende, in der sich die Region neu erfunden habe. Besonders bedankte er sich bei den Mitarbeitern, aber auch bei seiner Familie, die viele Stunden auf ihn habe verzichten müssen.
-Europa klar machen -
Die Grünen Kandidatinnen aus der Städteregion

Das Foto zeigt v.l.n.r.: Dr. Thomas Griese (Vorsitzender des grünen Kreisverbandes);
Karin Schmitt-Promny (Stadträtin Aachen); Renate Knauf (Stadträtin Würselen); Ingrid von Morandell (Vorsitzende des grünen Kreisverbandes)
Neben der Verabschiedung des Europawahlprogramms wählten die rund 850 Delegierten auch ihre Kandidaten für die Liste zur Europawahl am 07.06.2009.
Die Aachener Delegierten freuen sich besonders darüber, dass zwei Kandidatinnen aus dem Kreisverband gewählt wurden.
Die Aachener Stadträtin und grüne Europakandidatin in der Region Karin Schmitt-Promny wurde auf Platz 21 der Liste gewählt. Mit ihrer Rede unter dem Motto „Ja zu Europa“ setzte Karin Schmitt-Promney auf den Schwerpunkt Bildungspolitik und überzeugte damit die Delegierten. Karin Schmitt-Promney: „ In der Bildungspolitik können wir durch die europäische Einigung von den Vorbildern insbesondere in Skandinavien nur lernen, bei Kinderbetreuung, Ganztagsschulen und kostenlosem Mittagessen für jede Schülerin und jeden Schüler“.
Einen weiteren Erfolg für die Aachener Region ergab sich durch die Wahl der Würselener Stadträtin Renate Knauf auf Platz 25 der Liste für das Europaparlament. Die Diplomkauffrau setzte auf die Themen Tier- und Umweltschutz sowie auf Verbraucherrechte und erläuterte in ihrer Rede, dass Tierschutz und Wirtschaftlichkeit durchaus vereinbar sind und sogar aufeinander aufbauen können. Sie sprach sich für eine europaweite Kennzeichnung für tierschutzgerecht erzeugte Lebensmittel aus.
Die Würselener GRÜNEN haben am Mittwoch, den 19.08., ab 10:30 Uhr auf dem Wochenmarkt am Molaixplatz einen Informationsstand zu diesem Thema veranstaltet. Eine Tierschützerin hat- als Huhn verkleidet - am Stand der GRÜNEN jedem Interessierten Fragen beantwortet.

Sicher wissen die meisten Menschen, dass die Käfighaltung für Legehennen recht qualvoll ist. Dennoch leben auch heute noch die meisten Hennen in engen Käfigen. Viele Verbraucher wissen wohl nicht, dass Eier aus Käfighaltung seid einigen Jahren durch ihre Kennzeichnung ganz einfach von Eiern aus alternativen Haltungssystemen zu unterscheiden sind. So sind Eier aus der Käfighaltung mit einer „3“ am Anfang des Eier-Stempels gekennzeichnet, Eier aus der Bodenhaltung mit „2“, aus der Freilandhaltung mit „1“ und aus der Biohaltung mit „0“. „Das ist ein eindeutiges und vor allem sicheres Kennzeichnungssystem, durch das jeder Verbraucher die Möglichkeit hat, Tierschutz mit in seine Kaufentscheidung einfließen zu lassen.“ so Renate Knauf, Fraktionsvorsitzende der GRÜNEN in Würselen. Ein weiterer Grund für den hohen Anteil der Käfighaltung ist nach Knauf, dass ein Großteil der ‚Käfigeier’ in die weiterverarbeitende Industrie (z.B. für Gebäck, Nudeln etc.) gehe. „Hier besteht keine Kennzeichnungspflicht, betont Renate Knauf, „das heißt, dass der Verbraucher, der ansonsten vielleicht tierschutzgerecht erzeugte Eier kaufen würde, durch den Kauf weiterverarbeiteter Eiprodukte die Käfighaltung unwissentlich unterstützt. Daher fordern wir GRÜNE eine Kennzeichnungspflicht für weiterverarbeitete Eiprodukte, um auch hier dem Verbraucher die Möglichkeit zu geben, sich bewusst für Tierschutz zu entscheiden.“














