„Der Atomwaffenverbotsvertrag und die deutsche Ablehnung“ - Veranstaltungseinladung

    Autor: Sophie

    Am Dienstag, den 10.09.2019 um 19:30 Uhr bieten der Aachener Friedenspreis e.V. und der IPPNW Aachen gemeinsam eine Veranstaltung zum Thema „Der Atomwaffenverbotsvertrag und die deutsche Ablehnung“ im Forum M, Buchkremerstraße 1-7 an.

    Beitrag vom: 31.08.2019

     

    Atomwaffen sind die grausamsten Waffen, die wir kennen. 2017 hat die übergroße Mehrheit der Staatngemeinschaft auf einen völkerrechtlichen Vertrag zum Verbot von Atomwaffen geeignigt. Wie kam es 72 Jahre nach er Erfindung plötzlich zu diesem Sinneswandel? Und warum boykottiert die Bundesrepublik Deutschland bis heute die Ächtung der Schlimmsten aller Masenvernichtungswaffen?

    Das und mehr erzählt uns Leo Hoffmann-Axthelm, EU-Repräsentant von ICAN, der Kampagne, die für ihre Arbeit zum Verbot von Atomwaffen 2017 mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet wurde.


    Atomwaffen waren im Gegensatz zu biologischen und chemischen Massenvernichtungswaffen lange Zeit die einzigen, die völkerrechtlich nicht geächtet waren. 1968 wurde der Atomwaffensperrvertrag ratifiziert, dessen Ziele, Abrüstung, friedliche Nutzung von nuklearer Technologie und Sicherheit, jedoch in Folge des Kalten Kriegs zunehmend der Aufrüstung und kontinuierlicher Modernisierung von Nuklearwaffen wichen. Nach einer gescheiterten Überprüfungskonferenz dieses Atomwaffensperrvertrages 2015 und mit dem Nachhall der Reaktorkatastrophe in Fukushima beschloss die UN-Generalversammlung am 23.12.2016, eine Staatenkonferenz zur Aushandlung eines Atomwaffenverbotsvertrag einzuberufen, die in März, Juni und Juli 2017 stattfand.

    Keiner der Atomwaffen- und NATO-Staaten – mit Ausnahme der Niederlande - nahm an der Konferenz teil. Begründet wurde die Ablehnung des Vertrages damit, dass dieser die nukleare Abschreckung deligitimiere und dadurch die internationale Sicherheitsarchitektur destabilisere. Unterstützer des Vertrages argumentieren dagegen, dass die zunehmende nukleare Aufrüstung verhindert und ein klares Statement gesetzt werden müsse.

    Weitere Informationen findet man in der empfehlenswerten Analyse „Der neue Atomwaffenverbotsvertrag der Vereinten Nationen“ des Wissenschaftlichen Dienstes des Deutschen Bundestages.

    Wir Grünen bicken auf eine lange Geschichte in der Friedensbewegung zurück und haben zuletzt im Bundestags im Antrag (19/976) die Bundesregierung aufgefordert, dem oben genannten Atomwaffenverbotsvertrag beizutreten, Deutschland atomwaffenfrei zu machen und auch in der NATO dafür zu werben, Abstand von der nuklearen Abschreckungs-Strategie zu nehmen.

    Hier könnten Sie sich eine Karte anzeigen lassen.

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    Forum M
    Buchkremerstraße 1-7
    52062 Aachen


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