Bedrohte Amphibien und Schmetterlinge werden besser geschützt

Beitrag vom: 16.09.2016

 

Die Artenvielfalt in der Städteregion ist bedroht. Der Mensch vereinnahmt zunehmend Flächen und drängt die Tiere in immer kleinere Habitate zurück. Das soll sich nun ändern! Im Umweltausschuss der StädteRegion am 15.9. wurde über die Förderzusage der EU für zwei sog. Life-Projekte berichtet. Nun werden der Amphibienschutz im Nordkreis und der Auenkorridor in der Eifel durch Biotopverbunde gestärkt. Rolf Beckers

Rolf Beckers, umweltpolitischer Sprecher der GRÜNEN begüßt diese Zusage ausdrücklich: "Die StädteRegion hat es gemeinsam mit der Biologischen Station geschafft, zwei von insgesamt nur drei LIFE-Projekten in Deutschland im Bereich Natur hier her zu holen. Insbesondere freuen wir uns, dass der Nordkreis diesmal Berücksichtigung fand."

Das Projekt „Amphibienverbund“ im Nordkreis soll den Erhaltungszustand der in NRW kreuzkroeteund Deutschland gefährdeten Amphibienarten Gelbbauchunke, Geburtshelferkröte und Kreuzkröte in der Region verbessern. "Da die Kröten bestimmte biologische Habitate benötigen, ist es unerlässlich zusammenhängende Schutzgebiete zu schaffen", so der Umweltpolitiker.

[caption id="" align="alignright" width="228"]Blauschillernder-Feuerfalter ♂ (Lycaena helle) Quelle: de.wikipedia.org/wiki/Blauschillernder_Feuerfalter[/caption]

Neben Kröten sind vor allem auch die regionalen Schmetterlinge besonders schutzbedürftig. Der in der Eifel geschaffene „Auenkorridor“ soll die Gebiete, in denen der Blauschillernde Feuerfalter vorkommt, miteinander vernetzen. In den Schutzgebieten „Perlenbach-Fuhrtsbachtal“ und „Oberlauf der Rur“ erfolgten bereits im LIFE-Projekt „Lebendige Bäche“ Maßnahmen, die die dortigen Populationen förderten, heißt es in der Verwaltungsvorlage.

"Bislang war es den Feuerfaltern nicht möglich zwischen den einzelnen Gebieten zu wechseln. Um die Art langfristig zu sichern, ist es jedoch wichtig, Möglichkeiten zu schaffen, damit sich die Populationen vermischen können", erläutert Rolf Beckers. Daher soll nun über entsprechende Maßnahmen in diesem Gebiet „Oberlauf der Rur“ (zentraler Abschnitt) ein großräumiger Biotopverbund geschaffen werden. Feuchte Quellfluren, Ufersäume und Auwälder sollen als Korridore und Trittsteine die großräumige Ausbreitung des Falters ermöglichen.

"Weil die Schmetterlinge auf bestimmte Biotopstrukturen spezialisiert sind, gelten sie als ein Indikator für ein intaktes Ökosystem. Indem die Lebensräume für Amphibien und Insekten widerhergestellt werden, erhoffen wir uns zusätzliche positive Auswirkungen auf weitere Arten wie z.B. den Europäischen Biber oder den Schwarzstorch", so Rolf Beckers.

 

 

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