Internationale Förderklassen

Beitrag vom: 12.11.2013

 

25.04.2013 Im nächsten Schulausschuss der Städteregion wird auf Antrag von Grünen und CDU das Thema "Einrichtung von internationale Förderklasse" diskutiert.

Zur besseren Förderung von Kíndern und Jugendlichen mit keinen oder geringen Deutschkenntnissen hat sich die Einrichtung internationaler Förderklassen bewährt. Einige Schule in der Region arbeiten bereist mit IFÖ-Klassen. Nach dem Willen der beiden Fraktionen soll dieses Konzept auf mehr Schulen ausgeweitet werden, darunter auch an den Berufskollegs. Für den Primarbereich soll geprüft werden, ob IFÖ-Klassen praktikabel sind, oder hier eine andere Förderung sinnvoller erscheint.

Hier finden Sie den Antragstext.

PRESSEMITTEILUNG

Einrichtung von internationalen Förderklassen

Kinder und Jugendliche, die ohne oder mit wenig Sprachkenntnissen und Kenntnissen unserer Kultur und oft ohne Schulbesuch in ihren Heimatländern zu uns kommen, sind vielfach in Schulen vereinzelt und haben Schwierigkeiten, ihre Ressourcen zu entwickeln und in der Schule erfolgreich zu sein. In der Stadt Aachen und auch in einigen städteregionsangehörigen Kommunen gibt es an einigen Sekundar-I-Schulen die Einrichtung von so genannten IFÖ-Klassen, in denen Kinder und Jugendliche gemeinsam intensiv gefördert werden, um dann schnellstmöglich in Regelklassen, andere Schulen oder in Ausbildung integriert oder vermittelt zu werden.

Die Fraktionen von CDU und GRÜNEN haben daher für die nächste Schulausschusssitzung im Juni die Verwaltung beauftragt, in Zusammenarbeit mit den städteregionsangehörigen Kommunen ein Konzept zu erarbeiten, das die Einrichtung von „Internationalen Förderklassen“ im Sekundarbereich I und II mit Einschließung der Berufskollegs ermöglicht mit dem Ziel, Schülerinnen und Schülern mit Migrationsgeschichte und keinen oder geringen Deutschkenntnissen eine konzentrierte Grundförderung zukommen zu lassen, um sie dann in andere Schulen, Bildungs- oder Ausbildungsgänge zu integrieren.

Die Verwaltung wird außerdem gebeten, zu prüfen, ob die Einführung von IFÖ-Klassen an Schwerpunkt-Grundschulen sinnvoll erscheint oder andere Förderkonzepte erarbeitet werden müssen.

Der Schulpolitische Sprecher der CDU-Städteregionstagsfraktion Wolfgang Königs führt zu dieser Initiative folgendes aus: "Die Internationalisierung unserer Gesellschaft schreitet voran. Dies bedeutet auch die Notwendigkeit von mehr Sprachkompetenz. Daher ist Mehrsprachigkeit von besonderer Bedeutung.

Damit einhergehen muss aber auch die Hilfe bei der Integration in die deutsche Gesellschaft, was am ehesten durch das Erlernen der deutschen Sprache zu erreichen ist.

Hierzu bietet der Antrag von CDU und Grünen eine gute Möglichkeit. Den Kindern und Jugendlichen wird einerseits der Aufbau eines selbständigen, eigenverantwortlichen Lebens in Deutschland ermöglicht, wobei sie andererseits die Sprachkompetenz durch ihre Muttersprache ebenfalls einsetzen können."

Die Schulpolitische Sprecherin der GRÜNEN Städteregionstagsfraktion Elisabeth Paul begründet diesen Vorstoß ergänzend wie folgt: "Die bestehenden "Internationalen Förderklassen" haben durch ihren Erfolg gezeigt, dass durch ein konzentriertes Lernen der deutschen Sprache die besten schulischen Aufstiegsmöglichkeiten bestehen. Deshalb ist es sinnvoll, dies Konzept möglichst für alle Altersstufen einzuführen."


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