"Energiestraßen" als praktische Klimaschutzmaßnahme vor Ort

Beitrag vom: 11.03.2015

 

Klimaschutz greifbar machen - so lautete das Motto unter dem die StädteRegion Aachen das Projekt „Energiestraßen“ in Zusammenarbeit mit der RWTH unterstützte. Das Projekt sollte Bürger*innen mit praxisnahen Beispielen für die Themen „Klimaschutz“ und „Energiesparen“ sensibilisieren. Es wurde unter Beteiligung von 25 Haushalten im Stadtteil Helleter Feldchen in der Stadt Würselen erstmals über einen Zeitraum von vier Monaten durchgeführt.

Ingrid von Morandell, Fraktionssprecherin der Grünen in der StädteRegion, war bei der Ergebnispräsentation vor Ort und kommentiert die Ergebnisse des Projektes:

"Ich bin total begeistert von diesem Projekt, weil es den Klimaschutz mit konkreten Maßnahmen für die Menschen greifbar macht, durch Stammtische mit Fachvorträgen, Verleih von Elektro-Autos und Pedelecs und klimafreundlichen Kochkursen. Eine begleitende Vor-Ort-Beratung hat praktische Spar-Tipps gegeben, dass Lampen ausgeschaltet werden, wenn der Raum verlassen wird, wie der Standby-Verbrauch gesenkt werden und auf die richtige Einstellung der Heizungsregelung geachtet werden kann. So wurde den teilnehmenden Bürger*innen ein besserer Überblick über ihr eigenes Verhalten ermöglicht und aufgezeigt, wie Kosten und letztendlich CO2 eingespart werden können.

Die RWTH Studenten aus verschiedensten Disziplinen haben für die teilnehmenden Bürger*innen den ökologischen Fußabdruck berechnet und daraus folgend, wie ihr persönlicher Weg zur Energiewende aussehen könnte. Die Ergebnisse können sich sehen lassen. Über 80 Prozent der Teilnehmer*innen wollen die Tipps zum Klimaschutz auch ihrem Umfeld weitergeben. Auch die „Energiestraßen“-Bilanz viel erfreulich aus: Der Energieverbrauch der Haushalte ist in Ordnung. Knapp ein Viertel der Teilnehmer*innen bezieht bereits Ökostrom; ihr Stromverbrauch liegt mit 3.481 Kilowattstunden pro Jahr niedriger als der bundesweite Durchschnitt von 4.050 Kilowattstunden pro Jahr (gemessen an einem Dreipersonenhaushalt).

Auf der Basis dieser Ergebnisse kann nun weitere Klimaschutzarbeit im direkten Austausch mit den Bürger*innen stattfinden und das Projekt auf andere Haushalte und Kommunen übertragen werden. Vielleicht führt es auch zu höherer Akzeptanz erneuerbarer Energieproduktion im näheren Umfeld nach dem Motto "Wenn ich mich mit den konkreten Belastungen auseinandergesetzt habe, bin ich vielleicht eher bereit Windkraftanlagen auch vor meiner Haustür zu akzeptieren."

 

 

 


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