Oliver Krischer für die Städteregion!



Zu meiner Person

Oliver Krischer, 49 Jahre, verheiratet, zwei Söhne (17 und 20 Jahre),
Bundestagsabgeordneter, stellv. Vorsitzender GRÜNE Bundestagsfraktion.


Energiewende - Nicht reden, sondern machen!

Die unablässige Gefahr der belgischen Atomkraftwerke und der diesjährige Dürresommer zeigen uns eindringlich, wir müssen etwas ändern: Wind und Sonne statt Kohle und Atom - das ist die Devise der Zukunft. Deshalb muss der Kampf der Städteregion Aachen gegen Tihange und Doel in aller Konsequenz solange weitergehen, bis die Atomkraftwerke endlich abgeschaltet sind. Gleichzeitig ist der Ausstieg aus der Kohle nicht nur notwendig für den Klimaschutz, sondern auch für unsere wirtschaftliche Zukunft unumgänglich.Mit der kostendeckenden Vergütung für Solarstrom hat die Aachener Region schon vor 30 Jahren international Pionierarbeit bei der Energiewende geleistet. Heute sind es die zahllosen Technologieentwicklungen aus derRWTH und den Forschungseinrichtungen heraus, mit denen Aachen die Welt verbessert, und die die Städteregion weit über die Grenzen bekannt machen. Die Elektrofahrzeuge StreetScooter und e.GO sind derzeit die bekanntesten, aber beiweitem nicht die einzigen. Jetzt ist es an der Zeit, die nächsten Schritte bei der Energie- und Verkehrswendezu machen: Erneuerbare Stromerzeugung und Elektromobilität werden zum Markenzeichen der Region. Wir brauchen ein 100.000-Dächer-Programm: Anstelle der Kohle- und Atomkraftwerke in Weisweiler und Tihange möchte ich in den nächsten zehn Jahren alle geeigneten Dächer in der Städteregion zu einem großen Solarkraftwerk machen. Die erneuerbare und elektromobile Städteregion ist unsere Antwort auf die Klimakrise, die Gefahr der Atomkraftund das Ende der Braunkohle.


Klimaneutrale Städteregion - Für 1 EUR / Tag Bus fahren!

Der Aufbau der Euregiobahn und viele Verbesserungen bei Bus und Bahn in der Region sind ein Erfolg Grüner Politik in den letzten 30 Jahren. Trotzdem ist der öffentliche Verkehr in der Städteregion noch weit davon entfernt, gut oder gar optimal zu sein. Gerade die kleinen Ortschaften außerhalb der Städte sind oft schlecht angebunden. Jetzt gilt es weiterzumachen und mit einem Konzept "Euregiobahn 2.0" Takt und Netz zu verdichten und weitere Städte in der Region anzuschließen. Damit noch mehr Menschen den ÖPNV nutzen, soll auch dieStädteregion Aachen ein "1-Euro-Ticket" bekommen. Natürlich braucht es dazu - wie in Bonn - die Unterstützung des Bundes, die aber durch die Abschaffung des Diesel- und des Dienstwagenprivilegs leicht zu leisten wäre. Dafür möchte ich kämpfen, genauso wie für ein modernes Radwegenetz. Längst werden Fahrräder und Pedelecs auch in der Städteregion nicht nur für die Freizeitgestaltung genutzt, sondern tausende Menschen bewältigen damit ihre Alltagsmobilität. Das wollen wir unterstützen und ein Netz von Radschnellwegen in der Städteregion schaffen.


Wohnraum - Bezahlbar statt Luxus!

Die Städteregion Aachen wächst. Studierende kommen zu uns, immer mehr Menschen finden bei neuen und wachsenden Unternehmen Arbeit. Das ist gut, führt aber auch dazu, dass immer mehr Menschen keine Wohnung finden. Allein in der Stadt Aachen fehlen über 10.000 Wohnungen. Das trifft inzwischen auch Menschen mit Durchschnittseinkommen. Es bedar feiner großen Kraftanstrengung in den nächsten Jahren, hier Abhilfe und in großer Zahl bezahlbare Wohnungen zu schaffen. Der von den Grünen initiierte Beschluss, RWE-Aktien der Städteregion zu verkaufen, um damit Wohnungsbau zu finanzieren, ist genau der richtige Weg. Das müssen wir zusammen mit den Kommunen konsequent fortsetzen und ausweiten.


Chanchengleichheit ohne wenn und aber!

Ein soziales und demokratisches Miteinander in unserer Region setzt voraus, dass alle die Möglichkeit zur Teilhabe haben. Dazu dürfen Bildungs- und Freizeitangebote für Kinder und junge Menschen nicht vom Geldbeutel der Eltern abhängen. Die Bildungszugabe der Städteregion ist ein erster wichtiger Baustein, den wir so weiterentwickeln werden, dass er genau diejenigen erreicht, die Unterstützungsbedarf haben. Allen Menschen muss der Zugang zum Arbeitsmarkt möglich sein. Für diejenigen, die absehbar keine Chance auf dem ersten Arbeitsmarkt haben, ist ein soziale rArbeitsmarkt unerlässlich. Wir wollen für sogenannte Langzeitarbeitslose "Arbeit statt Arbeitslosigkeit finanzieren", als sozialversicherungspflichtige Beschäftigungen.


Artenschutz - Kleine Tiere, große Wirkung

Das Artensterben geht auch an der Städteregion nicht vorbei. Frühere Allerweltsarten, die wir aus Kinder- und Volksliedern kennen, wie Kuckuck oder Kiebitz, stehen in der Aachener Region vor dem Aussterben. Wir alle merken es: 80 % der Insekten sind vor allem durch intensive Landwirtschaft und den Einsatz von Ackergiften wie z. B. Glyphosat inzwischen verschwunden. Mit der Ausweisung des Nationalparks Eifel und der Schaffung vieler Schutzgebiete und -projekte, wie sie z. B. durch die Biologischen Stationen betreut und durchgeführt werden, haben wir schon einiges für den Erhalt unserer Tier- und Pflanzenwelt getan. Das reicht aber nicht: Die vorrangige Aufgabe der Städteregion muss es sein, die Schätze unserer heimischen Naturzu erhalten. Dazu gehört auch die Stärkung des Vertragsnaturschutzes in der Landwirtschaft.


Eine offene Gesellschaft ist die beste Heimat!

Die Städteregion Aachen profitiert wie kaum eine andere Region in Deutschland von der Europäischen Union und offenen Grenzen. Ein Leben mit Schlagbäumen und Kontrollen an unseren Grenzen zu den Niederlanden und Belgien wollen wir nicht zurück. Wir stellen uns Nazis, Populisten und allen anderen entgegen, die alte Mauern und Grenzen wieder hochziehen wollen, weil sie Angst vor der Zukunft haben. Die Städteregion Aachen ist eine weltoffene Region, die Menschen von anderswo willkommen heißt und denen, die in Not sind, hilft. Das ist für uns eine Selbstverständlichkeit. Ich stehe für die liberale, offene und europäische Gesellschaft, die in den letzten 70 Jahren nach unendlichen Kriegen und Leid die Städteregion Aachen aus einer benachteiligten Grenzlage ins prosperierende Zentrum Europas gebracht hat. Dafür möchte ich mich mit allen Institutionen der Städteregion und mit allem Nachdruck einsetzen