Sondersitzung des GSSA am 24. 01. 2019

Rede von Gisela Kampshoff-Enderle, sachkundige Bürgerin im Generationen-, Schul- und Sozialausschuß

in der Sondersitzung vom 24.01.2019. zur derzeitigen Situation der Flüchtlingsunterkunft "Langschoß"

 

Vielen Dank an die Verwaltung für die ausführliche Vorlage.

Vielen Dank  an Frau Lepers, die für den Arbeitskreis Langschoss in einem Brief an den Bürgermeister und die Ratsvertreter auf die derzeitige Situation in Langschoß aufmerksam gemacht hat.

TEIL 1

Die Fraktion Bündnis 90 / Die Grünen begrüßt die von der Verwaltung vorgesehenen Maßnahmen zur Verbesserung der Lebensverhältnisse der auf Langschoss lebenden Flüchtlinge.

(ich lese noch einmal das Fazit vor für die hier anwesenden Gäste)

-        Regelmäßige Sprechstunden einer Sozialarbeiterin in der Unterkunft

-        Einsatz eines Taxidienstes in den Wintermonaten

-        Leasing eines Fahrzeuges,( so es denn von den Ehrenamtlern noch benötigt wird)

-        Grundreinigung der Gemeinschaftsräume und – flächen durch eine Fachfirma

-        Bestellung einer Fachkraft für die Betreueung der Flüchtlinge (freut mich ganz besonders,  ich habe diesen Vorschlag schon im letzten Jahr gemacht  und  durch die neue Integrationspauschale der Bundesregierung ist dies durchaus zu finanzieren )

Unserer Fraktion möchte die vorliegende Fazitliste mit 2 Punkten ergänzen:

-        Überprüfung der Beleuchtung im Außenbereich und die Instalation einer Beleuchtung im Bereich der Einfahrt/ Bushaltestelle.(siehe auch die Erläuterungen oben)

-        Und die bautechnische Überprüfung der Lüftungen in dem Naßräumen.

(Ergebnis der Besichtigung von Montag)

TEIL 2

Wie sie wissen, und wie unsere Fraktion seit Jahren immer wieder vorträgt, vertreten wir Grünen das Konzept der dezentralen Unterbringung von Flüchtlingen in den Ortschaften der Gemeinde. Und in den letzten Jahren ist dieses auch immer mehr geschehen.

 Inzwischen leben etwa 70 bis 80% der Flüchtlinge außerhalb von Langschoß. Vorrangig werden dabei insbesondere Familien und Frauen  bedacht, (Konsens Ratsbeschluß) Dies ist eine große Leistung unserer Gemeinde und der Verwaltung und ist anerkennend herauszustellen. 

Wir Grünen möchten dieses Verfahren weiter verfolgen und als nächstes auch die Flüchtlinge bei der Wohnungssuche und –vergabe  berücksichtigen, die sich aktiv einbringen und die Angebote wahrnehmen wie: Sprachkurse, Schulausbildung, Integrationskurse, Angebote der Vereine ( Sport usw.)

Die Verweildauer in der Sammelunterkunft sollte sich für die meißten Menschen auf ein paar Wochen oder Monate nach ihrer Zuweisung beschränken. 

Mittel-und langfristig plädieren wir nach wie vor dafür, ein geeignetes Objekt (durchaus in der Größenordnung wie Haus 1 auf Langschoss) in einer der Ortschaften zu suchen, zu kaufen oder anzumieten.

Denn:

Die längerfristige Unterbringung von Flüchtlingen auf Langschoss entspricht nicht unseren ethischen und sozialen Vorstellungen und zwar wegen der abgeschiedenen und isolierten Lage im Wald: diese grenzt aus und macht eine Integration und Teilhabe an der Gesellschaft für die Menschen nur schwer möglich.

 

Fraktion Bündnis 90/die Grünen

Gisela Kampshoff-Enderle
Sachkundige Bürgerin

 

 

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